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20. Mai Weltbienentag: Kurioses aus der Welt der Wildbienen

In Deutschland gibt es neben der Honigbiene (Apis mellifera) rund 570 Wildbienen-Arten. Seit vielen Jahren schwindet die Bienen-Vielfalt. Rund die Hälfte aller Arten ist als bedroht in der Roten Liste Deutschlands geführt. Die Heinz Sielmann Stiftung schützt und schafft Lebensräume für sehr viele Bienen in Sielmanns Naturlandschaften. Die meisten von ihnen leben solitär: Jedes Weibchen trägt Pollen und Nektar in sein eigenes Nest, in dem es mehrere Brutzellen anlegt. Drei Beispiele zeigen, welche kuriosen Beobachtungen man hier machen kann.

Ein Nest im Schneckenhaus

Die Goldene Schneckenhaus-Mauerbiene (Osmia aurulenta) fliegt auf leere Schneckenhäuser, die sie beispielsweise auf kalkreichen Magerrasen findet, aber manchmal sogar in naturnahen Gärten. Pollen und Nektar sammeln die auffällig rotbraun behaarten Weibchen an verschiedenen Pflanzen. Im Schneckenhaus legen sie dann eine oder mehrere Kammern an, die sie jeweils mit einem Nahrungsvorrat für ihre Larven versehen. Dann legen sie ein Ei dazu. Als Verschluss wird eine Wand aus zerkauten Blättern eingezogen.

Tapete aus frisch geschnittenen Blättern

Die Bunte Blattschneiderbiene (Megachile versicolor) ist in Deutschland weit verbreitet. Bunt ist vor allem die Bauchbürste, in der sie Pollen sammelt: Sie ist leuchtend rot gefärbt, nur ganz am Ende schwarz. Die Biene nistet gern in Hohlräumen in Totholz oder Pflanzenstängeln und nimmt dafür auch Nisthilfen aus Bambusröhren oder Bohrlöchern im Garten an. Ihre Brutzellen kleidet sie mit Blattstücken aus, die sie mit ihren scharfen Mundwerkzeugen beispielsweise von Rosen abschneidet.

Die größten Pollen-Hosen

Die Braunbürstige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) macht ihrem Namen alle Ehre: Die langen, braun gefärbten Haare an den Hinterbeinen können riesige Pollenmengen aufnehmen. Diese Biene ist spezialisiert auf Korbblütengewächse. Sie zählt damit zu den oligolektischen Bienen, die nur an Vertretern ganz bestimmter Pflanzenfamilien sammeln können. Man kann die Hosenbiene im Sommer oft am Wegesrand in den Blüten der Wegwarte (Cichorium intybus) beobachten. Der helle Pollen färbt ihre „Hosen“ dann auffallend weiß. Ihre Nester legt die Hosenbiene unterirdisch im Sandboden an. Sie benötigt also wie viele weitere Bienenarten möglichst offenen Sand. Daher ist sie eine Charakterart der Dünen und Sandrasen in Sielmanns Naturlandschaften, die hier vielfach durch gezielte Pflegemaßnahmen offen gehalten werden.

(pm/Heinz Sielmann Stiftung)

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Ein Durchhalte-Bonbon zum Tag des Nachbarn

Rothenburg. In den letzten Wochen waren unsere Nachbarn besonders wichtig.  Ob beim Begleiten zum Einkaufen oder Arztbesuch, zum kurzen Gespräch am Gartenzaun oder Fenster - sie waren da für uns, haben Zeit geschenkt und manchmal auch Kraft gespendet. „Durchhalten“ war vor allem für viele ältere Menschen die Devise der vergangenen Wochen.  In der Woche vom 25. bis 29. Mai konnten die Bürger und Besucher in vielen Rothenburger Geschäften, Einkaufsmöglichkeiten und im Mehrgenerationenhaus ein Glückskleeblatt entdecken. Die Menschen wurden bspw. mit den Slogans „Danke sagen“ oder „Glück teilen“ dazu eingeladen, den süßen Bonbon-Gruß an liebe Menschen in ihrer Nachbarschaft zu verschenken oder einfach selbst zu naschen.  Die Koordinierungsstelle für Nachbarschaftshilfe – ansässig im Rothenburger Mehrgenerationenhaus – hat die Aktion gestartet. Man freue sich über jeden, der die Gelegenheit zum Freude machen genutzt hat, so Daniela Teßmer von der Koordinierungsstelle. Die Koordinierungsstellen arbeiten im Auftrag des Landkreis Görlitz und beraten, informieren und vermitteln Pflegebedürftige und Nachbarschaftshelfer. Wer selbst als Nachbarschaftshelfer tätig werden möchte oder auf der Suche nach einem geeigneten Nachbarschaftshelfer im Raum Niesky, Rothenburg und Reichenbach ist, kann sich an das Mehrgenerationenhaus Rothenburg wenden.  In den letzten Wochen waren unsere Nachbarn besonders wichtig.  Ob beim Begleiten zum Einkaufen oder Arztbesuch, zum kurzen Gespräch am Gartenzaun oder Fenster - sie waren da für uns, haben Zeit geschenkt und manchmal auch Kraft gespendet.…

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Seniorin stirbt bei Unfall - Polizei sucht Zeugen

Mittelherwigsdorf. Am Donnerstagnachmittag kam es an der Löbauer Straße in Eckartsberg zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem eine 86-Jährige ums Leben kam. Die Frau hatte zwischen wartenden Fahrzeugen die Löbauer Straße betreten, wurde dort von einem in Richtung Zittau fahrenden Auto eines 30-Jährigen erfasst. Durch den Aufprall geriet die Frau auf die Gegenfahrbahn, wo sie das Auto eines 73-Jährigen erfasste. Rettungskräfte kamen vor Ort und reanimierten die Seniorin. Sie zog sich bei dem Unfall jedoch derart schwere Verletzungen zu, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Der 30-jährige Autofahrer verletzte sich leicht und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die Straße musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Der Verkehrsunfalldienst nahm seine Arbeit auf und ermittelt nun die Ursachen des Geschehens. In diesem Zusammenhang sind die Ermittler auf Zeugenhinweise angewiesen. Insbesondere suchen sie den Fahrer des Fahrzeuges, hinter dem die ältere Frau hervortrat. Bei diesem Fahrzeug soll es sich möglicherweise um einen grauen Transporter handeln. Hinweise nimmt das Autobahnpolizeirevier Bautzen unter der Rufnummer 03591/3670 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.Am Donnerstagnachmittag kam es an der Löbauer Straße in Eckartsberg zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem eine 86-Jährige ums Leben kam. Die Frau hatte zwischen wartenden Fahrzeugen die Löbauer Straße betreten, wurde dort von einem in Richtung…

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