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Kleine Wache - große Wirkung

Klettwitz. Für eine bessere Notfallversorgung im Landkreis sorgt jetzt die neue Rettungswache in Schipkau.
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Zur Einweihung fuhr der Rettungswagen symbolisch in seine neue Wache. Sein erster Einsatz führte den Rettungswagen und seine Besatzung bereits in den Nachbar-Landkreis Elbe-Elster.

Zur Einweihung fuhr der Rettungswagen symbolisch in seine neue Wache. Sein erster Einsatz führte den Rettungswagen und seine Besatzung bereits in den Nachbar-Landkreis Elbe-Elster.

Foto: asl

Gerade in ländlichen Gebieten ist es für die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes oft eine große Herausforderung in der vorgegebenen Zeit von 15 Minuten am Einsatzort zu sein. Um diese Situation im Landkreis Oberspreewald etwas zu entspannen, ist in Klettwitz eine neue Rettungswache gebaut worden. Ein Gutachten im Vorfeld sollte aufzeigen, wie es um die Zeiterfüllung im Rettungsdienst stand. Das Ergebnis war zwar gut, aber es gab Verbesserungspotential. Daraufhin fasste der Kreistag im März 2017 den Beschluss einen Rettungswagenstandort in der Nähe der Autobahnauffahrt Klettwitz zu schaffen. Im September 2020 wurde die Baugenehmigung für den jetzigen Standort im Schipkauer Ortsteil Klettwitz erteilt. Im März letzten Jahres erfolgte dann die Grundsteinlegung. Weniger als ein Jahr dauerte der Bau der neuen Rettungswache, die jetzt von Landrat Siegurd Heinze eröffnet wurde.
Auf dem 1.200 Quadratmeter großen Grundstück befindet sich nun eine neue Rettungswache mit Stellplatz für einen Rettungswagen in der Fahrzeughalle, einem Ersatzstellplatz im Außenbereich, Ruhe-, Aufenthalts- und Diensträume für die Mitarbeiter. In der Rettungswache arbeiten ab sofort zehn Mitarbeiter des rettungsdienstlichen Personals des Klinikum Niederlausitz im Schichtdienst. Der Rettungswagen, der am Standort Klettwitz stationiert ist, konnte am Einweihungstag auch seinen endgültigen Standort beziehen. Zuvor war er in Senftenberg zwischenstationiert und hat dort auf die Fertigstellung der neuen Wache gewartet. »Der Standort der neuen Rettungswache in Klettwitz ist optimal gewählt und befindet sich in einem wichtigen Zuständigkeitsbereich«, betont Landrat Siegurd Heinze. »Wir haben dadurch die Möglichkeit besonders den westlichen Raum des Landkreises bis hin zur Landesgrenze Elbe-Elster abzudecken. Des Weiteren werden auch die umliegenden Gemeinden und Ortschaften und auch der Lausitzring besser erreicht. Dadurch entsteht eine Entlastung der Rettungswachen Senftenberg und Großräschen. Auch deckt der Standort die beiden Autobahnanschlussstellen Großräschen und Schwarzheide ab und ermöglicht dadurch schnelle Hilfeleistungen im Bereich der westlichen Bundesautobahn 13.« Die Rettungswache in Klettwitz soll im Jahr 1.800 Notfalleinsätze bedienen.
Auch Klaus Prietzel, Bürgermeister der Gemeinde Schipkau ist froh darüber, dass die neue Rettungswache in Klettwitz ihren Standort gefunden hat: »Damit schließt sich für uns ein Kreis. Das Klinikum verlässt zwar mit dem Gesundheitscampus unsere Gemeinde, aber kehrt mit einer Rettungswache wieder zurück.«