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Kultureller Verlust für Spremberg

Heimatfest für 2020 abgesagt

Die Stadt Spremberg sieht es als großen kulturellen Verlust für Spremberg an, das beliebte Heimatfest im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und den erlassenen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht stattfinden zu lassen. Zusätzlich haben die von der Absage des Heimatfestes betroffenen Partner mit wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen. Durch den zuständigen Kulturbereich der Stadt Spremberg wurde allen bereits vertraglich gebundenen Partnern ein Angebot für das Heimatfest im Jahr 2021 unterbreitet, welches auch von allen angenommen wurde und somit eine Geltendmachung von finanziellen Forderungen wegen unterlassener Vertragserfüllung nicht zum Tragen kommt.

Die Kosten für die Durchführung der Heimatfeste beliefen sich in den letzten Jahren zwischen 127 000 bis 136 000 Euro und im vergangenen Jahr aufgrund zusätzlicher Höhepunkte und allgemeiner Preissteigerungen in verschiedenen Bereichen der Veranstaltungsorganisation sogar auf 183 000 Euro, die durch die zu verzeichnenden Einnahmen für das Heimatfest immer nur teilweise gedeckt werden können.

Bei jährlichen Einnahmen in Höhe von etwa 70 000 bis 75 000 Euro entsteht ein Defizit zwischen den Einnahmen und den Ausgaben, welches aus dem Haushalt der Stadt Spremberg mit einem nicht unerheblichen Zuschuss gedeckt werden muss.

Die Aufwendungen für die Vorbereitung und Durchführung des Heimatfestes müssen in diesem Jahr nicht erbracht und somit nicht aus dem städtischen Haushalt finanziert werden. Daher sind im Jahr 2020 ausnahmsweise keine Ausgaben seitens der Stadt Spremberg zu tätigen. Dies ist auch nachvollziehbar, da ein Fest in der Größenordnung, wie das Spremberger Heimatfest, das schon seit Jahren eintrittsfrei für alle Besucher angeboten wird, nicht kostendeckend durchgeführt werden kann, ohne dass die Besucher zur Kasse gebeten würden. Und das soll auch künftig so bleiben, um jedermann die Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen.

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Aufruf zum Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz

Südbrandenburg. Der Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz« aus. Damit sollen im Rahmen des Sofortprogramms der Bunderegierung zur Stärkung der Braunkohleregionen die Kunst- und Kulturakteure in der Lausitz unterstützt und erste Zukunftsperspektiven entwickelt werden. Mit dem Förderprogramm »Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz« sollen in den Jahren 2020 bis 2021 Kulturprojekte und Kulturprojektideen gefördert werden, die auf eine mittel- und langfristige Strukturentwicklung der Lausitz-Kulturen gerichtet sind. Gefördert werden sollen daher insbesondere solche Vorhaben und Ideen, die landkreisübergreifend angelegt sind, die Vernetzung verbessern und die Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft befördern. Das Förderprogramm ist für alle Sparten und Themen der Kultur offen. Außerdem sind ausdrücklich auch spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte willkommen. Es können Anträge mit einem Förderbedarf von 2 000 bis maximal 150 000 Euro eingereicht werden. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag inklusive aller Anlagen ist bis zum 14. August 2020, 18 Uhr, per E-Mail an kontakt@kulturwettbewerb-lausitz.de zu senden. Zusätzlich sind die Unterlagen bis 14. August 2020 (Poststempel) an folgende Adresse zu senden: IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland e.V., Kulturwettbewerb, Seestraße 84-86, 01983 GroßräschenDer Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz«…

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