cjw/asl

Buntes auf dem Kreisel

Finsterwalde. Nun singen sie aus vollem Hals und vielen Finsterwaldern gefällt das nicht. Gemeint sind die vier Sängerköpfe, die als Kunstwerk den fertiggestellten Kreisel am Brückenkopf zieren.

Zu bunt, entspricht nicht der Finsterwalder Sängertradition, nicht groß genug, unvorteilhaft platziert und ungenügende Bürgerbeteiligung bei der Entscheidungsfindung wird geschimpft. Immerhin bietet das vom Haydeyan-Studio für Design und Architektur Dresden gestaltete Kunstwerk Diskussionsstoff, singen die echten vier Finsterwalder Sänger in Frack und mit Zylinder zur Einweihung vorige Woche.

Das Wesentliche für die Stadt ist jedoch die Fertigstellung des großen Kreisels als 3. Bauabschnitt vom Ausbau der Berliner Straße. Auch wenn jetzt die Bahnhofstraße saniert wird, so bedeutet die Freigabe des Kreisels, dass der Durchgangsverkehr Nord-Süd wieder ohne nervige und zeitraubende Umleitungen möglich ist.

Seit 2016 wurde an der Berliner Straße gebaut, am Kreisel seit Mai 2019. Die Bausumme, so die Information der Stadt, beträgt insgesamt 1.200.000 Euro. Davon beträgt der finanzielle Aufwand für die Stadt 560.000 Euro, für Bund und Land über Förderungen je 320.000 Euro.

Für Bürgermeister Jörg Gampe regt Kunst immer zur Diskussion an. Das Markenzeichen der Sängerstadt sei neben der traditionellen Sängertradition eine sehr bunte Sängerlandschaft mit Chören und verschiedensten Gesangsformationen in der Musikschule und anderen Schulen. Es gibt künstlerisch unterschiedliche Darstellungen der Sängertraditionen in der Stadt.

Das sieht der Betrachter, der mit offenen Augen durch die Stadt spaziert. Auf die »vier bunten Kreiselsänger« blicken von der Hauswand gegenüber die »Traditionellen«, vor der Sparkasse steht das Sängerdenkmal von Evelyn Hartnick, vor dem Kreismuseum laden die von Eckhard Böttger gestalteten metallenen Sänger zum Besuch ein wie auch humorig dargestellt hinter der Trinitatiskirche in der Schlossstraße. Warum also nicht auch bunt?

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Derbyniederlage für die Eislöwen

Dresden. 851 Zuschauer haben im letzten Heimspiel der Dresdner Eislöwen in der Saison-Vorbereitung einiges zu sehen bekommen. Im Nord-Ost-Pokal haben die Blau-Weißen gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:6 verloren. Jordan Knackstedt führte die Eislöwen erneut als Kapitän auf das Eis. Seine Assistenten waren Vladislav Filin und Rückkehrer Steve Hanusch. Der Abwehrspieler hatte sich im „So geht sächsisch.“-Cup Anfang Oktober verletzt und kehrte gegen Crimmitschau ins Team zurück. Im Tor stand Riku Helenius. Die Eislöwen erwischten den perfekten Start ins vorerst letzte Spiel mit Zuschauern. In Überzahl konnte Alexander Dotzler die Dresdner schon in der dritten Minute in Führung bringen. Es folgten wilde 26 Sekunden. In der siebten Spielminute konnte Scott Timmins zunächst ausgleichen, ehe Tom Knobloch 17 Sekunden späte die erneute Eislöwen-Führung besorgte. Diese egalisierte Patrick Pohl für Crimmitschau nur neun Sekunden später. Das war aber noch nicht alles in einem wilden ersten Drittel. In der zehnten Minute traf Moritz Schug zur ersten Führung der Gäste, die Elvijs Biezais (12.) ausgleichen konnte. Die Eispiraten gingen dennoch mit einer Führung in die erste Pause. Carl Hudson erzielte in der 15. Minute das 3:4 aus Dresdner Sicht. Im zweiten Spielabschnitt ging es wieder schnell. Keine zwei Minuten waren gespielt, da traf Biezais zum 4:4 und Filin legte in der 28. Minute mit dem 5:4 nach. Im Anschluss nahmen auch die Eislöwen das Tempo ein wenig raus, was den Gästen zum 5:5 verhalf. Kevin Lavallée saß auf der Strafbank. Das nutzte Timo Gams in Überzahl zum erneuten Ausgleich. Auch im Schlussabschnitt spielten beide Teams auf Augenhöhe. Den entscheidenden Treffer erzielten die Gäste. Timmins traf in der 47. Minute in Überzahl. Die Eislöwen fanden keine Antwort mehr und mussten sich am Ende mit 5:6 geschlagen geben. Am Sonntag geht es für das Team von Trainer Rico Rossi mit dem letzten Testspiel in Bayreuth weiter. 17 Uhr ist Spielbeginn. SpradeTV überträgt live, dazu gibt es in der Eislöwen-App wieder einen Liveticker. (pm/Dresdner Eislöwen)851 Zuschauer haben im letzten Heimspiel der Dresdner Eislöwen in der Saison-Vorbereitung einiges zu sehen bekommen. Im Nord-Ost-Pokal haben die Blau-Weißen gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:6 verloren. Jordan Knackstedt führte die Eislöwen…

weiterlesen