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Wer wird Bürgermeister in Heidenau?

Heidenau. Am 22. September werden die Heidenauer erneut an die Wahlurnen gebeten. Übrig sind: Amtsinhaber Jürgen Opitz und Herausforderer Uwe Dreßler. Beide trafen sich zum Schlagabtausch. Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Wie wollen Sie Heidenau lebenswert machen?

Dreßler: Wir müssen in Heidenau und Großsedlitz den Wohnbau vorantreiben. Die Revitalisierung der Mafa ist längst überfällig. Gewerbeansiedlungen auf vorhandenen Flächen sollten forciert werden. Außerdem brauchen wir ein ordentliches Schwimmbad.

Opitz: In Heidenau lässt es sich schon gut leben. Wir sind gut ausgestattet in Sachen Kinderbetreuung. und Schule. Die Belebung des Stadtzentrums ist ein Thema für die Zukunft. Wir haben immer noch ein Defizit an Gaststätten im Zentrum. Ich wäre froh, wenn wir neue Heidenauer gewinnen, die sich in der Stadtgesellschaft einbringen.

Wo sehen Sie akuten Handlungsbedarf?

Dreßler: Im Bereich Schule und Bildung. Der Anbau mit drei Klassenzimmern am Gymnasium ist viel zu klein. Wir bräuchten zwölf Klassenräume. Der Umbau der Goetheschule ist ein weiteres Thema sowie der Unterrichtsausfall an unseren Schulen.

Opitz: Die Erweiterung am Gymnasium ist mit Augenmaß erfolgt. Es geht für uns um den dringlichsten Bedarf. Wir müssen immer auch die Finanzen im Blick behalten. Die Verschuldung der Stadt tendiert gegen 0. Mein Anliegen ist es, künftigen Generationen keinen Schuldenberg zu hinterlassen. Nicht investieren um jeden Preis. Es ist keinem geholfen, leere Klassenräume vorzuhalten.

Dreßler: Wo steht das, dass wir eine schwarze Null brauchen? Die Zinsen sind im Keller. Sie wollen auch Millionen in den IPO stecken.

Stichwort Lernmittel für sozial schwache Familien?

Dreßler: Benachteiligte Kinder sollen freien Zugang zu Lernmitteln bekommen und keine Sportvereinsbeiträge zahlen müssen. Die Schulspeisung sollte frei sein, damit die Kinder wenigstens einmal am Tag eine warme Mahlzeit bekommen.

Opitz: Sozial Schwache Familien haben die Möglichkeit, Geld aus dem Bildungspaket zu beziehen, beispielsweise für Vereinsbeiträge. Generell gilt: Staatliche Unterstützung muss zuerst in Anspruch genommen werden. Die Stadt muss die Schulen zudem so ausstatten, dass genügend Lernmittel vorhanden sind.

Wie kommen Brachflächen wieder in städtische Hand?

Dreßler: Das wird nicht einfach werden. Dieses Thema ist leider viele Jahre verschlafen worden. Es genügt aber nicht, eine Anfrage zu stellen und sich dann nicht mehr darum zu kümmern. Notfalls muss über Enteignung nachgedacht werden.

Opitz: Wir haben bei der Roten Mühle sechs Jahre gebraucht für den Erwerb. Seit sieben Jahren sind wir an der Mafa dran. Die Sache liegt beim Amtsgericht Dresden. Mit dem Eigentümer des Victoria-Geländes gab es Gespräche. Er ist nicht bereit, einen einzigen Quadratzentimeter abzugeben. Uns fehlen die rechtlichen Mittel. Enteignungen sind alles andere als einfach und dauern viel zu lang. Wir können manchmal nur auf die Insolvenz des Eigentümers hoffen.

Dreßler: Es kann nicht sein, dass Leute aus dem 7er/8er Postleizahlgebiet unsere Stadt dermaßen blockieren.

Wann geht es los mit dem Hochwasserschutz in Heidenau Nord?

Dreßler: Der Schutz der Bürger steht für mich an aller erster Stelle.

Opitz: Zuständig für den Hochwasserschutz ist die Landestalsperrenverwaltung. Es wurde seit 2006 an dem Thema »Hochwasserschutz Heidenau Süd« gearbeitet. Dieses Jahr ist man fertig geworden. Das zeigt, in welchen Zeiträumen man sich da bewegt. Wir lassen auch in Zukunft nicht nach.

Thema Sicherheit

Dreßler: Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los. Wir haben nicht nur Kriegsflüchtlinge aufgenommen, sondern auch Marokkaner und Tunesier, die sich hier austoben. Zum Glück sind viele verschwunden, ducken sich ab in Parallel-Gesellschaften im Westen.

Opitz: Ich habe viele Gespräche mit der Polizei zum Thema Fahrradklau geführt. Durch verdeckte Ermittlungen ist es gelungen, die Diebstähle einzudämmen. Wir müssen die öffentliche Sicherheit künftig auf breitere Schultern verteilen und neue Sicherheitspartnerschaften etablieren, z.B. präventive Räte.  Dazu brauchen wir eine starke Polizei, die sich in ihrer Uniform wohlfühlt.

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