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Neue Brücke in Großenhain

Die Radler in Großenhain können bald auch wieder in der Nähe des Bauhofes den Röderneugraben überqueren. Die neue Radbrücke wurde an ihren Platz gebracht. Bis Ende Oktober soll auch die Anbindung fertig sein.
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Seit April wird die Radwegbrücke über den Röderneugraben ersetzt. Jetzt wurde die neue 34 Tonnen schwere Stahlbrücke an ihrem angestammten Platz abgesetzt. Leider mit einem erheblichen Zeitverzug. »Ganze vier Mal hat uns die Röder in diesem Sommer die aufgeschüttete Baustelleneinrichtung weggeschwemmt oder unterspült. Dann ging alles von vorne los«, erklärt Bauleiter Thomas Schäfer von der ausführenden Firma Wacht GmbH & Co. KG Falkenberg. Die Brückenfundamente selbst blieben davon unbeteiligt, stecken jeweils fünf von ihnen auf jeder Seite doch sieben Meter tief im Untergrund des Uferbereiches. Die insgesamt fast 30 Meter lange und 3,50 breite Stahlbrücke (Nutzbreite 3 Meter) wurde innerhalb von einer Woche vor Ort aus drei großen Teilen zusammengesetzt und bekam dann noch einen Randbereich und ein Geländer. Das alles musste dann der 400 Tonnen-Kran über den Röderneugraben hieven und Millimeter genau auf die vorbereiteten Brückenlager absetzen. Erst dann konnte auch Bauleiter Schäfer aufatmen. »Es ist zwar alles bis ins Kleinste geplant und berechnet, dennoch kann es vor Ort immer mal auch unschöne Zwischenfalle geben. Das ist hier nicht der Fall. Alle haben sehr präzise gearbeitet und auch die äußeren Umstände haben uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht«, fügt er erleichtert an. Das Bauwerk ersetzt die fast 90 Jahre alte Stahlbetonbrücke, die Mitte der 30er Jahre entstanden war und noch zusätzlich auf zwei Mittelstützen ruhte. Diese braucht man beim neuen Modell nicht mehr. Damit weitet sich auch der Durchfluss der Röder, wenn es mal wieder zu einem Hochwasser kommen sollte. Für die neue Brücke ist eine ähnlich lange Lebenszeit vorgesehen. »Sie sollte schon die nächsten 70 bis 90 Jahre ihren Dienst tun und Fußgänger, Radler sowie Kleintransporter für die Erhaltungsarbeiten sicher über den Fluss leiten«, erklärt Thomas Röthig vom Bauamt der Stadt. Bis Ende Oktober soll dann die Wegeanbindung der Brücke erfolgen und sie für die Großenhainer offiziell freigegeben werden. Auf der Brücke selbst werden die Passanten auf Kunststoffbelag, dem so genannten Trimax-Belag, unterwegs sein. Bei der Planung haben die Großenhainer auf bewährte Partner zurückgegriffen und die DLS Ingenieure aus Dresden beauftragt. Sie haben bereits in den vergangenen Jahren alle Großenhainer Brücken erneuert, saniert, geprüft und gewartet. Den Abriss der alten Brücke übernahm die Großenhainer Firma Bothur. Am Brückenbau war der Stahlbau Lüttewitz beteiligt.

Neues Projekt

  • Als nächstes großes Brückenbauprojekt steht in Großenhain die Erneuerung der denkmalgeschützten Schlossbrücke über den Schlossgraben an.
  • Eingeplant ist dieses Vorhaben bereits im Doppelhaushalt 2022/23 (2022 - Planung, 2023 - Umsetzung)
  • Die Planungen für die Erneuerung der historischen, gemauerten Bogenbrücke werden in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz des Landkreises geschehen.


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