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Erste Ideen fürs Festjahr

Riesa. Die Partner planen das Doppeljubiläum »400 Jahre Riesaer Stadtrecht und 100 Jahre Riesaer Stadtmuseum«.

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Der Riesaer Riese auf dem Marktplatz.

Der Riesaer Riese auf dem Marktplatz.

Foto: Archiv / WochenKurier

Dem in den Adelsstand erhobenen Christoph von Felgenhauer ist es zu verdanken, dass dem verträumten Riesa 1623 vom sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. das Stadtrecht verliehen wurde. Damit einher ging die Berechtigung, Ross- und Viehmärkte abzuhalten, seinerzeit ein wichtiger Standortfaktor, wie man heute sagen würden.

An das bedeutsame Ereignis soll genau vier Jahrhunderte später würdig erinnert werden. Am 9. und 10. September wird das Doppeljubiläum »400 Jahre Riesaer Stadtrecht – 100 Jahre Riesaer Stadtmuseum« gefeiert.

In die Vorbereitungen sind neben der Stadtverwaltung sowohl die FVG Riesa, zuständig für Großveranstaltungen sowie Betreiber des Stadtmuseums, als auch der Museumsverein, die Kreishandwerkerschaft und die Elbland Philharmonie Sachsen einbezogen.

Erste Ideen wurden bereits im vergangenen Jahr fixiert: So ist zwischen Rathausplatz und Stadtmuseum ein Händler- und Handwerkermarkt geplant. Damit soll an das Marktrecht angeknüpft und interessantes Handwerk präsentiert werden.

Auch deshalb und wegen des Geburtstages des 1923 eingerichteten Museums zum Haus am Poppitzer Platz finden die Feierlichkeiten vornehmlich dort statt. Der Museumsverein und das Museum bereiten Beiträge vor, auch eine Sonderausstellung ist geplant. Am Sonntag, 10. September, präsentiert die Elbland Philharmonie Sachsen in der Stadthalle »stern« ein Familienkonzert.

Seit längerem befasst sich auch der Stadtbahnverein Riesa e.V. mit dem StadtrechtsJubiläum und hat mehrere Souvenirs dazu kreiert. Dabei kam der Zufall zu Hilfe: Beim Abriss auf dem Areal des ehemaligen Unternehmens Getränke-Boden an der Leipziger Straße, wo jetzt Eigenheime entstehen, wurde ein Rezept des Likörs »Bodendictiner« entdeckt. Er wurde nachweislich seit 1912 hergestellt, vermutlich auch schon vorher. Daran lehnt sich der zum Jubiläum kreierte Likör »Reszoa« an, der aber keine reine Kopie des »Bodendictiner« sein kann (wir berichteten). »Einige Essenzen sind nicht mehr verfügbar, es ist eine Auferstehung im neuen Gewand«, sagt Vereinsvorsitzender Kurt Hähnichen. Auch die bernsteingelbe Farbe unterscheidet sich von der damaligen Spirituose, der Name »Reszoa« verweist auf die Benennung Riesas im späten Mittelalter. Das Getränk mit 40 Prozent Alkoholgehalt wird in der Meißner Spezialitätenbrennerei hergestellt und in markante schwarze Flaschen abgefüllt. Inzwischen gibt es auch eine Kerze mit einem Motiv zum 400. Jubiläum sowie ein neues »Riezowe«-Bier. Likör und Kerze kann man in der RIESA Info erwerben, das Hopfengetränkwird im »Hammerbräu« des Riesenhügels ausgeschenkt.


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