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Ich mach den Maaßen

Ich liebe meinen Job sehr. Wirklich. Meinen gültigen Arbeitsvertrag habe ich vor 25 Jahren unterschrieben. Aber jetzt ist es endlich Zeit für die Chefetage. Und zwar ganz oben. Ich weiß zwar noch nicht genau womit, aber schon wie ich dahin komme. Ich mache den Maaßen. Sie wissen schon: Etwas sagen, was andere so richtig aufregt und dafür zwei Gehaltsstufen und einige Sprossen auf der Karriereleiter nach oben taumeln. Ob das in meiner Firma klappt? No risk, no money. Wie mein Chef reagiert? Sicher nicht wie Chefin Merkel. Die hat nach der Causa Maaßen tatsächlich gesagt, die Große Koalition müsse ihren Arbeitsmodus ändern und sich voll auf die Sacharbeit konzentrieren. Wofür wurden die in Berlin bisher bezahlt?

Carola Pönisch
carolapoenisch@wochenkurier.info

 

 

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Eggerts SachsenWind: Kretschmers Blindheit?

Sachsen. In die Familie der Mecklenburger Herzöge heirateten über Generationen hinweg junge Damen aus der russischen Zarenfamilie ein. Aber nicht das ist es, was die Schweriner Landesregierung antreibt, trotz aller Sanktionen enge politische und vor allem wirtschaftliche Beziehungen zum Oblast Leningrad zu pflegen – und auch die Moskauer Regierung samt Präsident Putin nicht auszusparen. Großes Medienecho hat das bislang nicht ausgelöst. Daran gemessen erntete Sachsens Regierungschef jüngst einen Entrüstungs-Sturm, als er sich mit Putin traf, wirtschaftliche Probleme erörterte, ihn nach Sachsen einlud und davon sprach, »der Osten« habe eine eigene Sichtweise auf Russland. Die Frankfurter Allgemeine vermutete darob bei Michael Kretschmer geistige Verwirrung. Starker Tobak – obwohl (oder gerade weil!) Kretschmer völlig richtig liegt: Er entspricht der durchaus besonderen Gefühlslage vieler Sachsen gegenüber »den Russen« und wohl auch der besonderen wirtschaftlichen Interessenlage Sachsens. Und hoffentlich provoziert er damit endlich die (west-)bundesdeutsche Bereitschaft, wieder intensiv mit »Moskau« zu reden. Und nicht nur verdruckst Nordstream 2 gegen Widerstände aus den USA, Polen oder der Ukraine zu verteidigen. Ihr Hans EggertIn die Familie der Mecklenburger Herzöge heirateten über Generationen hinweg junge Damen aus der russischen Zarenfamilie ein. Aber nicht das ist es, was die Schweriner Landesregierung antreibt, trotz aller Sanktionen enge politische und vor allem…

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