Carola Pönisch

Dresden, Kreischaer Straße 3: Ganz viel Hilfsbereitschaft

GH - Sachsen: Drei Tage nach Einzug wird man hier schon in die hauseigene Whatsapp-Gruppe aufgenommen

 Wir zogen im Mai 2015 in die Kreischaer Straße 3. In diesem ehemaligen Dreiseitengehöft wohnen 18 Mietparteien. Jeder kennt sich.

Als wir hierher zogen, wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Nicht nur die Frage, wo wir herkommen und wer wir sind, sondern direkt das Angebot der Hilfe folgte. Auch dauerte es keine drei Tage, bis wir in die Hausgemeinschafts-WhatsApp-Gruppe aufgenommen wurden. Bis zum Wochenende folgte auch die erste Einladung zu einem Hoffest. Solche finden besonders im Sommer oft bei uns statt. Sei es ein Polterabend oder Geburtstag, den man mit allen feiern will, oder nur das Treffen zum gemeinsamen Grillen und Abendessen.

Die Hilfsbereitschaft geht weit über das übliche Pakete annehmen, Blumengießen, Briefkasten leeren und „Wer hat mal …?" hinaus. Auch wird gefragt, wer vielleicht etwas braucht. Da geht es nicht nur um Dinge, die der ein oder andere loswerden möchte, sondern auch um die Frage, ob man einkaufen gehen soll, wenn die Nachbarn wieder aus dem Urlaub kommen und deren Kühlschrank vielleicht leer ist.

Unser Rollstuhlfahrer wird auch von allen Seiten unterstützt. Vom Auto abkehren über den Rollstuhl zurückbringen bis hin zum Küche aufbauen reicht die Unterstützung. Und natürlich wird auch gemeinsam mit angepackt. So werden z.B. Sitzmöbel (Gartenmöbel) gemeinsam abgeschliffen und gestrichen.

Wir haben sechs Kinder in unserem Wohnkomplex und die nächsten sind im Anmarsch. Diese treffen sich nachmittags und meist auch am Wochenende zum gemeinsamen Spielen. Das Spielzeug von jedem wird dabei geteilt und ausgetauscht. Doch nicht nur die Kinder haben Freude am Miteinanderspielen, auch die Großen freut es. Es kommt auch vor, dass man sich zum gemeinsamen Spieleabend trifft. Hat keiner Lust auf Spiele, dann wird es eben ein gemeinsamer Kinoabend.

In einer solchen Nachbarschaft lässt es sich sehr gut leben! Da werden wir nicht nur gegenseitig vor Ratten geschützt, gemeinsam zu besonderen Anlässen geschmückt, sondern auch am Abend kann das Babyphone problemlos beim Nachbarn abgeben werden und man weiß, dass das Kind in guten Händen ist.

 

 

 

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DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

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