Carola Pönisch

Alttolkwitz 12: Wo alles gemeinsam gemacht wird

GH - Sachsen: Hier muss keiner allein sein. Alle Sorgen und Probleme werden besprochen und zu Feiern gibt's auch immer einen Grund.

Wir wohnen in einem alten Mietshaus in Alttolkewitz 12. Unsere Vermieterin ist nicht mehr ganz jung und wohnt selbst mit im Haus. Sie stellt uns unsere Wohnungen zu sehr moderaten Preisen zur Verfügung. Zu jeder Wohnung gehören zudem unentgeltlich Schuppen und Gartenanteil.  

Außerdem gibt es einen hübschen Vorgarten und einen Gemeinschaftsgarten hinter dem Haus.  

Was macht uns so besonders?

Es gibt hier keinen Hausmeister oder Gärtner. Alle Arbeiten werden Hand in Hand von uns selbst erledigt. Da werden Hecken gestutzt, Rasen gemäht, Laub gerecht, Mülltonnen vots Tor gerollt und wieder zurück... Es wird gepflanzt und Unkraut gezupft, Wege gekehrt und im Winter ist jeder mal mit dem Schneeschieben dran! Der riesige Komposthaufen wird umgesetzt und im Sommer natürlich alles fleißig gegossen, Bänke gestrichen... und und und. Da hilft jeder nach seinen Kräften mit und einer dem anderen. selbst die Kinder werden mit einbezogen.

Aber zur Gemeinschaft gehört noch viel mehr. Gerade jetzt im Sommer spielt sich ein großer Teil des Lebens draußen ab. Da wird gemeinsam gegrillt, gespielt, geplanscht, Kaffee getrunken, Tiere beobachtet. Jeder beaufsichtigt mal die Kinder, damit die jungen Muttis auch mal ein bisschen Ruhe finden. Geburtstage werden gefeiert. Im Juni fand eine große Hochzeitsparty statt. Im Urlaub weiß man seine Pflanzen und Haustiere gut versorgt durch einen Nachbarn. Pakete werden immer von irgendwem entgegengenommen und an den Empfänger weitergegeben. Es werden auch mal Wege erledigt oder Einkäufe für die Nachbarn getätigt. Alles grad so, wie es eben gerade gebraucht wird. 

So muss keiner allein sein. Sorgen und Probleme können beredet werden. Und wenn man jemanden mal zwei Tage nicht gesehen hat, wird geklingelt und nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist.

Besonderen Spaß macht es natürlich, wenn etwas neues geschaffen oder verschönert wird, wie in diesem Sommer unser Gemeinschaftsgarten, welchen wir umgestaltet und neu bepflanzt haben. Davon im Anhang ein paar Bilder. Und Bilder von Tieren, die sich hier auch wohlfühlen.

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DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

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