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Spremberg: Doppelt ist besser

GH - Brandenburg: Zufall oder Absicht? Von der Hausgemeinschaft Lindenstraße 4 und 5 trudelten gleich zwei unterschiedliche Bewerbungen ein, die wir natürlich nicht vorenthalten wollen.

  Der Innenhof wird von den Bewohnern nicht nur gepflegt, sondern auch intensiv zum Spielen und Grillen genutzt. Große Sportveranstaltungen werden auf einer Leinwand unter den Carports gemeinsam geschaut. Die inzwischen 16 Kinder genießen die Nachmittage auf dem Spielplatz, der durch die Initiative vieler Eltern entstanden ist. Der Vermieter unterstützte das Vorhaben und baute u.a. einen Zaun, damit die Kinder sicher spielen können. 

Aber auch in den Wintermonaten sitzen die Mieter nicht nur allein in ihren Wohnungen. Jährlich findet zur Weihnachtszeit ein "Schrottwichteln" statt und ein origineller Adventskalender, bestehend aus je einer kleinen, mit Überraschungen gefüllten Socke der Bewohner wird im Treppenhaus aufgehangen. So steht es in der Bewerbung von Jana Benusch.

Peggy Marx schlägt ebenfalls die Lindenstrasse 4 und 5 für die Goldene Hausnummer vor:

Ich denke, dass es so etwas wie bei uns in Spremberg nicht nochmal gibt. Ich bin seit ca. 7 Jahren Bewohnerin der Lindenstrasse 4 in Spremberg. Zu unseren beiden Häusern mitten in der Stadt gehört auch ein kleiner Hinterhof mit Wäscheplatz, Wiese, Grillecke und Spielplatz. Mit den Jahren und einigen Neuzugängen sind wir zu einer tollen Hausgemeinschaft mit je 8 Parteien pro Haus zusammen gewachsen. Momentan zählen wir 15 Kinder im Alter von 8 Monaten bis 10 Jahre. Es ist also ordentlich was los auf unserem Hof.

Wir haben daher gemeinschaftlich unseren Hof gestaltet. Die Kinder können schaukeln, rutschen, auf dem Trampolin springen und im Sommer im Planschbecken baden. Es wird gegrillt und man trifft sich zu Kaffee und Kuchen. Am Wochenende wird auf dem Hof gemeinsam gefrühstückt.

Besonderes Highlight war immer Fußball. Da werden die Autos aus den Carports gefahren, ein Beamer aufgestellt und gemeinsam das Spiel geschaut. Zur WM zauberte eine Bewohnerin auch leckere Süßspeisen mit den passenden Farben zu den Ländern und wurde dann von uns mit der "Goldenen Backschüssel" ausgezeichnet.

Im Winter machen wir einen Sockenweihnachtskalender. Socken werden an die Bewohner verteilt und befüllt im ganzen Haus aufgehängt. Für die Kinder is das ganz toll und sie freuen sich schon, wenn sie ihre Socke abnehmen können. Wir machen außerdem eine Hausweihnachtsfeier mit Schrottwichteln.

Nachbarschaftshilfe wird bei uns groß geschrieben. Man passt Mal aufs andere Kind auf, weil Mutti die Wäsche abnimmt oder den Einkauf hochträgt. Hin und wieder werden Babyfone in die Hand gedrückt, wenn das Geschwisterchen aus der Kita geholt wird. Es wird die Wäsche abgenommen, wenn es regnet und jemand nicht da ist. Fahrräder reparieren, Schränke aufbauen, Milch borgen sind selbstverständlich. All diese Sachen machen uns zu einer tollen Hausgemeinschaft und daher denke ich, dass wir, die Lindenstraße 4+5, die Goldene Hausnummer verdient haben...

 

 

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DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

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