Tony Keil

Neue Angebote und eine leichte Preiserhöhung

Krauschwitz. Die Besucherzahlen stimmen, an neuen Angeboten wird gearbeitet, die Planungen für die große Silvestersause laufen. Trotzdem drückt an einigen Stellen in der Erlebniswelt der Schuh.

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Schließt die Erlebniswelt Krauschwitz zum Jahresende? Es ist ein Gerücht, das immer wieder aufkommt. Auch dem neuen Geschäftsführer Torsten Noack ist sie schon gestellt worden. Seine deutliche Antwort: Nein. Das Freizeitbad nebst Saunalandschaft feiert in diesem Jahr seinen 22. Geburtstag. Und es sollen noch viele dazukommen. Sonst hätte man sich die ganze Arbeit sparen können. Beispielsweise am Hamam. Das Dampfbad war in den vergangenen Jahren geschlossen, musste saniert werden. Das ist 2022 geschehen. Seit Mitte November ist es wieder geöffnet. »Außerdem haben wir die Technik auf Vordermann gebracht und die Rutsche instandgesetzt«, sagt Torsten Noack. Auch optisch wurde im Innenbereich einiges erneuert. Man hat sich also rausgeptutz. Auch, um dieses Jahr wieder eine große Silvesterfeier anbieten zu können.

 

Nach der Party zum Jahreswechsel (Tickets gibt’s direkt vor Ort, man kann auch telefonisch bestellen) geht die Arbeit für den Geschäftsführer und sein Team direkt weiter, denn 2023 soll einige neue Angebote bringen. Ein Ziel ist es, das Muskauer Moor mit einzubinden und damit auf Anmeldung Rasulbehandlungen anbieten zu können. Das geschieht zum Teil schon, soll aber ausgebaut werden. Auch der Außenbereich soll aufgemöbelt werden. Bevor das geht, muss aber das neue Kassensystem vollständig integriert sein. »Wir hoffen, dass das spätestens im Mai abgeschlossen ist«, sagt Torsten Noack. Dann soll der Außenpool nebst Liegewiese direkt über ein Drehkreuz erreichbar sein. Zu den zwei Volleyballfeldern auf der Wiese soll sich auch noch ein kleiner Spielplatz für die Kinder gesellen.

 

Auch nach Übernachtungsmöglichkeiten fragen Kunden immer wieder. Der Erlebniswelt-Chef will deshalb einige Tiny-Häuser aufstellen. Ein passender Anbieter aus der Region ist schon gefunden. Bei der Gesellschafterversammlung am 1. Dezember soll das Thema besprochen werden.

 

Mindestlohn lässt Kosten steigen

 

Weniger erfreulich für die Kunden, aber bei den aktuellen Entwicklungen unumgänglich ist auch eine Preiserhöhung. Die soll es im neuen Jahr geben und sie soll moderat ausfallen, sagt der Geschäftsführer. Dabei sind es nicht wie anzunehmen die steigenden Energiekosten, die die Preise nach oben treiben. Dank Wärmeversorgung über ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW und Festpreisbindung bis Januar 2024 steht man hier gut da. Gestiegen ist aber auch der Mindestlohn. Und der macht die Preiserhöhung nötig. Zurück zur Energie. Hier will man im kommenden Jahr nach Einsparpotenzialen suchen, etwa mehr LED-Beleuchtung, Wärmetauscher und Pufferspeicher installieren. Außerdem steht die Frage im Raum, ob das BHKW 24 Stunden am Tag laufen muss. Das ist aktuell noch der Fall.

 

Insgesamt muss in den kommenden Jahren bei der Finanzierung des Bades etwas passieren. Ohne Zuschüsse lässt sich die Erlebniswelt nicht ohne Minus betreiben. Die Gemeinde Krauschwitz als Eigentümer der Betreibergesellschaft muss aber sparen, die jährlichen Zuschüsse werden hier sinken. Außerdem sind Investitionen nötig, die allein nicht zu stemmen sind. Die Erlebniswelt ist nicht die einzige Freizeiteinrichtung im Kreis, die mit solchen Problemen zu kämpfen hat. Deswegen gab es kürzlich auf Einladung der ENO ein Netzwerktreffen zum Thema.

 

Immerhin: Die Besucherzahlen stimmen. Ziel war es, dieses Jahr 70.000 Besucher zu begrüßen. »Das werden wir schaffen«, sagt Torsten Noack.


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