Regine Eberlein

DEL2 Winter Derby im Stadion am 9. Januar 2016

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Selbst Sammer sagt: "Eishockey im Fußballstadion ist verrückt!" Und so verrückt die Idee auch anfangs war, jetzt ist sie auf dem besten Weg Wirklichkeit zu werden. "Der Standort Dresden steht für Tradition und Leidenschaft. Was die Strahlkraft für den Eishockeysport im Osten angeht, ist Dresden der richtige Ort für unsere Erstauflage", meint DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. Eventspiele gibt's in Nordamerika. Warum so was nicht auch in Dresden machen, dachte sich Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel und machte sich an die Arbeit: "Die Stadt ist toll, das Stadion auch, die Atmosphäre ist garantiert, das wird klappen! Wir wollen noch viel mehr Menschen mit dem Eishockeyvirus infizieren." Und nebenbei auch Schulden bei der Stadt mit den erwarteten Erlösen abzahlen. Beim Etat hielt man sich bedeckt, nur so viel: die Fixkosten betragen 600.000 Euro, bisher sind 80 Prozent der Sponsorengelder eingeworben und man rechnet mit einem vollen Haus. Die VIP-Logen sind fast ausverkauft. Damit das Risiko für den Eishockeystandort Dresden minimiert wird, wurde die Eislöwen Event GmbH gegründet. Und Firmen mit ins Boot geholt, die Erfahrung mit DEL Winter Games z.B. in Nürnberg und Düsseldorf haben. Gespielt wird bei (fast) jedem Wetter, Hauptsache, das Eis ist spielt mit. Aufgebaut wird am 27. Dezember, rund 90 Kilometer Schläuche, 20.000 Liter Wasser, ab 5. Januar wird trainiert und Dynamo bekommt als Dankeschön (weil es nötig ist) einen neuen Kunstrasen. "Für den Osten ist das eine absolute Premiere", freut sich Rudorisch und verweist auf die lange Eishockeytradition, die die sächsischen Vereine haben. Wichtig ist auch, dass das Sicherheitsrisiko bei Eishockeyspielen nicht annähernd mit Fußballspielen vergleichbar ist. Aus den Trainerecken Popiesch/Eislöwen und Rohrbach/Füchse kam absolute Zustimmung - auch wenn jeder gewinnen möchte. Der Kartenvorverkauf läuft. 13 Uhr ist Einlass, 14 Uhr findet das Spiel der Legenden (DDR vs. BRD) statt, 15 Uhr Showact, 16.30 Uhr Dresdner Eislöwen vs. Lausitzer Füchse. Sehen aus wie die Kreuzritter (von links): André Mücke und Dirk Rohrbach/Füchse und Thomas Popiesch mit Feodor Boiarchinov/Dresdner Eislöwen. Die beiden Trainer Thomas Popiesch und Dirk Rohrbach sind zwar Konkurrenten, freuen sich aber aufs Spiel. Fotos: Eberlein


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