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Chefärzte machen Visite auf Baustelle

Umziehen steht für die Mitarbeiter im Görlitzer Klinikum zurzeit auf der Tagesordnung. Etwa 100 Umzüge werden seit Mai dieses Jahres in den Gebäuden des Schwerpunktkrankenhauses organisiert, berichtet die Städtische Klinikum Görlitz gGmbH. Grund ist der Bau des neuen Frauen-Mutter-Kindzentrums. Eine Maßnahme, die der Freistaat Sachsen mit zirka 20 Millionen Euro fördere. Das Klinikum steuere zirka fünf Millionen Euro noch dazu.
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Chefarztvisite auf der Baustelle: Dr. Torsten Nadler (re.) und Dr. Steffen Handstein (Mitte) freuen sich auf das neue Domizil ihrer Kliniken im Görlitzer Klinikum. Am 10. Oktober kann das Gebäude besichtigt werden. Thomas Biedermann (li.) von der Planungsgesellschaft informierte über den Baufortschritt. Foto: Städtische Klinikum Görlitz gGmbH

Chefarztvisite auf der Baustelle: Dr. Torsten Nadler (re.) und Dr. Steffen Handstein (Mitte) freuen sich auf das neue Domizil ihrer Kliniken im Görlitzer Klinikum. Am 10. Oktober kann das Gebäude besichtigt werden. Thomas Biedermann (li.) von der Planungsgesellschaft informierte über den Baufortschritt. Foto: Städtische Klinikum Görlitz gGmbH

Mitte Oktober ziehen die Frauenklinik und die Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie mit ihrer Station und allem was dazu gehört aus dem alten Gebäudeflügel C in einen Übergangsbau (Haus R). Dieser befindet sich hinter dem bereits stehenden Flächenersatzbau (Haus 8). Beide Gebäude wurden auf der Fläche errichtet, auf der ehemals das vierstöckige Haus H (Kinderklinik) stand. Bereits im Sommer nahmen verschiedene Kliniksekretariate, der Patienten- und Versorgungstransport, Chefarztbüros, Arztzimmer und das Medizinicontrolling den Flächenersatzbau in Besitz. Haus R besteht aus 28 Modulteilen und wird den beiden Kliniken sowie dem Mammazentrum Platz für die stationäre Versorgung und die Sprechstunden auf insgesamt 1.256 Quadratmeter bieten. Die beiden Chefärzte Dr. Steffen Handstein und Dr. Torsten Nadler haben sich ab und zu auch schon im Rohbau umgeschaut, denn schließlich werden sie in den nächsten zweieinhalb Jahren hier ihre Patienten betreuen. Sie sind sich einig: „Für unsere Patientinnen und Patienten, aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, schaffen wir schon mit dem Übergangsbau eine deutliche Verbesserung zu den jetzigen  Bedingungen.“ Das möchten sie gern auch allen Interessierten am 10. Oktober zeigen. Von 14 Uhr bis 16 Uhr öffnet an diesem Montag das Klinikum die neuen Räumlichkeiten zum Anschauen, bevor sie dann bezogen werden. Weitere Fakten und Eckdaten zum Frauen-Mutter-Kindzentrum: • 73 Betten, davon sechs Neonatologische und zwei Intensivmedizinische, Nutzfläche 4.042,83 Qzadratmeter • Haus C: Allgemeinpflege Gynäkologie /Frauen, Geburtshilfe, Entbindung, Pädiatrische Intensivstation und Neonatologie, Säuglings- und Kinderkrankenpflege sowie Aufnahme/Kindernotfallversorgung, Bereitschaftsdienste, Funktionsdiagnostik etc. • Haus 1: vorwiegend Verwaltungsbereiche und Serviceeinrichtungen. In diesem als „alten Haupteingang“ bezeichneten Gebäude wird sich dann wieder die Rezeption (Eingangshalle mit Empfang) nebst Warteraum, Patientenaufnahme und Kasse befinden. Hintergrund und Geschichte: Dieses Projekt ist Folge des Wegfalls des großen Gebäudekomplexes (Haus H). Ursprünglich sollte im Haus H die Kinderklinik saniert werden. Dafür hatte das Ministerium bereits 4,2 Millionen Euro Förderung bewilligt. Im Zuge der Vorbereitung zur Sanierung wurden Anfang 2014 Bestandsuntersuchungen des H-Hauses durchgeführt. Diese ergaben erhebliche Sicherheitsdefizite. Die Bauaufsicht entschied, dass das Gebäude nicht weiter betrieben werden durfte. Das Klinikum musste innerhalb kürzester Zeit Lösungen finden, um die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten, den Verlust von mehr als 5.700 Quadratmetern Nutzfläche zu kompensieren und die Patientenversorgung weiterhin zu sichern. • Städtische Klinikum Görlitz gGmbH