sn

Schon mal Federweißen aus der Region getrunken?

Herzberg. Schliebener laden am 3. Oktober zum Kellerstraßenfest ein

Bilder

Tief eingeschnitten in den Lößboden am Westhang des Schliebener Langen Berges windet sich unter mächtigen alten Linden die eigenartige Schliebener Kellerstraße dahin. Einst eigneten sich die Keller bestens zur Lagerung von Feldfrüchten. Um 1500 wurden die ersten Keller angelegt, auf einem bekannten Stich (1627) sind diese Kellerhälse schon sichtbar. Eine besondere Bedeutung erlangten die Keller durch den traditionellen Moienmarkt, der immer am ersten Wochenende im Juli stattfindet. Sie sind Attraktion und Besonderheit zugleich. Das Kellerstraßenfest ist gerade nach der Weinlese noch einmal ein Schliebener Höhepunkt im Jahr, viele Besucher zieht es dorthin. Denn das romantische Ambiente ist einzigartig und lädt direkt zur Weinverkostung ein.

Im Mittelpunkt steht zu dieser Jahreszeit der Federweiße. Einst pressten die Mitglieder vom Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Schlieben von den Schaureben des Weinberges den Federweißen selbst. »Wir sind Mitglied der Winzergenossenschaft Meißen und beziehen den Federweißen von dort«, verrät Vereinsvorsitzende Anette Engel. Dazu gibt es leckere Fettstullen. Aber auch weitere eigene Tropfen wie der neue Regent Rosé vom Jahrgang 21, der Müller Thurgau oder der Bacchus stehen zum Einschenken bereit. Der Vereinskeller mit der Nr. 25 ist geöffnet, aber die Gäste bevorzugen es meist, sich auf den Bänken der Kellerstraße zu amüsieren. Sehen und gesehen werden ist wohl hier das Motto der Gäste.

Für Unterhaltung sorgen die Kremitz Musikanten und ab 15 Uhr dürfen die Kinder auf den Ponys vom Ranch-Team reiten. Natürlich sind auch noch weitere Keller wie der Hollricken Keller Nr. 10 und der Moienkeller Nr.12v geöffnet. Amtierende Moie ist Bernadett Hilbrich. Sie bekommt nicht nur von Moien zurückliegender Jahrgänge Unterstützung, sondern auch vom Moienmarkt- und Kulturverein. Nach der Weinlese und der Wahl der sächsischen Weinkönigin in Meißen ist es nun ihr nächster Termin in Amt und Würden. Als Schliebenerin freut sie sich auf die Aufgabe, wenn ihr auch wenig Zeit dafür bleibt. Den Rücken stärkt ihr die Familie, die auch Mitglied im Weinbauverein ist. Übrigens, die Kita »Fröhliche Kellergeister« lädt zugleich zum Tag der offenen Tür ein.


Meistgelesen