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»Selten allein« mit seltenen Krankheiten

Dresden. Eine bundesweite Kunstausstellung - initiiert vom Uniklinikum Carl Gustav Carus Dresden - soll Betroffenen von seltenen Krankheiten Mut machen.
Bilder
Das Selbstporträt von Anna Wiegandt aus Berlin (rechts im Bild) ist das Titelmotiv der Ausstellung. Die Zwillingsschwestern Lotte und Emma haben ebenfalls Bilder zur Verfügung gestellt.

Das Selbstporträt von Anna Wiegandt aus Berlin (rechts im Bild) ist das Titelmotiv der Ausstellung. Die Zwillingsschwestern Lotte und Emma haben ebenfalls Bilder zur Verfügung gestellt.

Foto: UKD/Michael Doerwald

Gemeinsam mit dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands, der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE e.V.) und zehn Einkaufsbahnhöfen sowie acht Zentren für seltene Erkrankungen aus ganz Deutschland hat das UniversitätsCentrum für Seltene Erkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden die bundesweite Aktion »Selten allein« initiiert. Nach halbjährlicher Vorbereitungszeit wurde die Ausstellung heute zeitgleich in den teilnehmenden Bahnhöfen eröffnet. Bis Anfang März ist sie unter anderem im Dresdner Hauptbahnhof und im Bahnhof Dresden Neustadt zu sehen.
 
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Menschen mit seltenen Erkrankungen, die sich in eindrucksvoller Weise selbst portraitiert haben. Rund 100 Betroffene sind dem Aufruf gefolgt, künstlerisch ihre gesundheitliche Situation, ihre Hoffnungen und Wünsche, aber auch ihre Nöte in Bildern auszudrücken. Aus den berührenden Kunstwerken wurden 20 ausgewählt, die stellvertretend für die 20 teilnehmenden Zentren für seltene Erkrankungen stehen. Neben den Bildern gibt es eine kurze Selbstauskunft zur Person und ihrer Krankheit. Weitere Werke sind online zu finden. Am Abend des 28. Februar, dem Welttag der seltenen Erkrankungen, werden einige der teilnehmenden Bahnhöfe zudem in den Farben des Logos vom »Rare Disease Day« angestrahlt.
 

Workshop-Reihe in Planung

 
Unter dem Motto »Ein Bild von mir: Ich bin nicht allein und es ist mir gut gelungen!« wird noch in diesem Jahr eine über Spenden finanzierte Reihe von Kunstworkshops für Kinder und Jugendliche mit seltenen Erkrankungen gestartet. Angeleitet von Karolin Lode, Kunsttherapeutin an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Dresdner Uniklinikums, und Studierenden des Aufbaustudiengangs Kunsttherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden haben die Betroffenen die Möglichkeit, sich kreativ mit ihrer Situation auseinanderzusetzen.