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Radebeul im Tempotafel-Fieber?

In Radebeul sind Tempotafeln derzeit ziemlich angesagt. Neben der Meißner Straße ließ die Stadt auf dem Augustusweg und der Wasastraße elektronischen Geschwindigkeitsmesser aufstellen. Das Ordnungsamt setzt auf den bußgeldfreien erzieherischen Effekt, aber nicht ausschließlich.
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Die neue Tempotafel auf der Meißner Straße wurde von der Stadt aufgestellt.                                              Foto: Schramm

Die neue Tempotafel auf der Meißner Straße wurde von der Stadt aufgestellt. Foto: Schramm

Seit wenigen Tagen werden Autofahrer auf der Meißner Straße von einem lachenden Smiley gegrüßt, sofern sie sich vorschriftsmäßig an die Geschwindigkeit halten. Andernfalls erscheint ein trauriges Gesicht. Der Ort (Höhe Gohliser Straße), so erklärte Ingolf Zill vom Sachgebiet Verkehrsangelegenheiten, sei nicht zufällig gewählt worden. „Auf dieser geraden Strecke wird erfahrungsgemäß ziemlich zügig gefahren“, sagte er. Im letzten Jahr kam es nicht unweit dieser Stelle zu einem schweren Unfall. Im Polizeibericht ist regelmäßig von Unfällen auf der „Meißner“ zu lesen, immer wieder mit Beteiligung von Radfahrern. Mit etwa 18.000 bis 20.000 Fahrzeugen am Tag besitzt die Staatsstraße eine hohe Verkehrsbelastung. „Das Risiko von Unfällen steigt mit dem Verkehr“, so Zill weiter. Neben den städtischen Tempotafeln gibt es in Radebeul auch privat betriebene Anlagen (Zitzschewig und Serkowitz). Also künftig nur der Smiley statt die Bußgeldkeule? „Nein. Wir wollen auf eine gesunde Mischung setzen. Die mobile und stationäre Überwachung des fließenden Verkehrs wird es auch weiterhin geben“, meint Zill. Dass es ohne Strafen nicht funktioniert, zeigt beispielsweise der Wackerbarth-Blitzer. Dessen „Rekordhalter“ war mit 130 Sachen unterwegs. Eine Tempotafel kostet in der Anschaffung zwischen 1.700 und 2.000 Euro und wird mit Akku betrieben.