pm/ck

Ein Gemeinschaftsgarten für Radebeul

Radebeul. Stadtverwaltung, Bürgerinitiative und Familienzentrum realisieren das Gemeinschaftsprojekt. Nun werden dafür interessierte Gartenfreunde gesucht.

Bilder
Mathias Abraham (Familienzentrum), Initiatorin Doreen Bähr und ihre Kinder sowie Oberbürgermeister Bert Wendsche bei der Schlüsselübergabe.

Mathias Abraham (Familienzentrum), Initiatorin Doreen Bähr und ihre Kinder sowie Oberbürgermeister Bert Wendsche bei der Schlüsselübergabe.

Foto: Stadtverwaltung Radebeul

Frische Luft, Licht, gesundes Essen, Bewegung und nicht zuletzt auch die Freude an dem, was man tut – das sind die Eckpfeiler einer gesunden Lebensweise. Was der berühmte Radebeuler Naturheilkundler Eduard Bilz bereits wusste, hat bis heute nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Ein Garten bietet hierfür ideale Möglichkeiten, insbesondere für Stadtbewohner. »Gärtnern ist nicht von ungefähr eines der beliebtesten Hobbies überhaupt und sollte allen Menschen offen stehen, die Interesse, Lust und Zeit mitbringen«, erklärt Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche. »In den Zeiten des Pandemie-Lockdowns ist vielen von uns die Bedeutung von Natur und den damit verbundenen Bewegungs- und Erlebnismöglichkeiten wieder stärker bewusst geworden.«

 

Die Idee eines Gemeinschaftsgartens in Radebeul stieß daher auf großes Interesse. Hier übernehmen mehrere Menschen die Verantwortung zur Betreuung und Pflege. Jeder ist willkommen, den Garten mitzugestalten und seine Fähigkeiten einzubringen. Neben dem eigentlichen Gärtnern entsteht dabei eine soziale Gemeinschaft und nachhaltige Wissensvermittlung. Die Stadt Radebeul begab sich dafür auf die Suche nach einem passenden Grundstück, das an der Serkowitzer Straße gefunden wurde. »Zufällig ergab sich das Angebot eines Gartenbesitzers, der aus Altersgründen seinen Garten an der Serkowitzer Straße abgeben wollte«, so Bert Wendsche. »Der Garten ist das jahrzehntelange Werk eines echten Herzblutgärtners. Die Liebe zum Gärtnern erkennt man an vielen Details. Besonders gern hat er Obstbäume veredelt. Es gibt beispielsweise einen Apfelbaum, der drei verschiedene Sorten trägt. Ihm war wichtig, dass der Garten als solcher weitergeführt wird. Leider ist er kurz vor dem geplanten Verkauf im vergangenen Jahr verstorben. Dankenswerter Weise haben seine Erben seinen Wunsch fortgeführt und so konnte die Stadt Radebeul letzte Woche den Kaufvertrag für den Garten abschließen. Auch wir wünschen uns, dass die Liebe zum Gärtnern auf diesem Grundstück gehegt und gepflegt wird.«

 

Auf 1.370 Quadratmetern finden sich hier wertvolle Obstgehölze, Beerensträucher und Weinstöcke sowie Platz für Beete und Blumen. Auch eine Laube, ein Wasser- und ein Stromanschluss stehen zur Verfügung. Die Gartengeräte des Vorbesitzers konnten ebenfalls übernommen werden. Mathias Abraham, Leiter des Familienzentrums Radebeul, freut sich nun darauf, im Gemeinschaftsgarten auch Ferienprogramme, Sommerfeste oder naturbezogene Kurse durchzuführen.

 

Interessierte können sich beim Familienzentrum Radebeul melden: Tel. 0351 / 839730 oder garten@familienzentrum-radebeul.de