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Die Spalte: Unfall

Parkrempler, Fahrerflucht... diese Meldungen lesen wir fast täglich in den Polizeiberichten. Wollen wir mal unterstellen, es ist nur Nicht-Wissen, wie man sich richtig verhält.
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Wer ein parkendes Auto beschädigt und wegfährt, ohne auf den Fahrer zu warten bzw. die Polizei zu verständigen, begeht Fahrerflucht! Was sind die Folgen? Geldstrafe, Punkte in Flensburg und Fahrverbot. Das ist es doch nicht wert! Irgendjemand hat immer was gesehen und nur selten bringt es die Sonne nicht an den Tag... Die Strafen dafür richten sich nach der Schadenshöhe. Bis 600 Euro wird das Verfahren meist gegen eine Geldstrafe eingestellt. Sind es aber bis 1.300 Euro – und das geht schnell, wenn eine Lackierung fällig ist – wird ein Monatsgehalt fällig. Plus zwei Punkte in Flensburg und bis zu drei Monate Fahrverbot. Wenn es richtig gerumpelt hat, also über 1.300 Euro Schaden angerichtet wurde, ist der Führerschein für mindestens ein halbes Jahr weg. Hinzu kommen drei Punkte und der Eintrag bleibt zehn Jahre lang im Register. Damit es eine Lehre fürs Leben wird, droht eine hohe Geldstrafe. Wie verhält man sich richtig? Der Geschädigte oder die Polizei müssen umgehend informiert werden, per Handy, in der Telefonzelle oder im Revier. Wenn man kein Handy hat, muss man erst mal eine halbe Stunde warten, ehe man zur Telefonzelle/Polizei geht. Auch die Versicherung spielt bei Unfallflucht nicht mit, schnell ist der Versicherungsschutz weg oder die Kündigung da. Die Haftpflicht bezahlt erst mal, holt sich das aber vom Verursacher zurück. Und: Es reicht nicht, nur eine Visitenkarte ans Auto zu stecken. Bei rund 370.000 schweren Unfällen im Vorjahr flüchtete jeder 20. Autofahrer. Ach ja, eine Visitenkarte am Auto wird rechtlich nicht akzeptiert. Da hilft nur: Aufpassen! Mit gerempelten Grüßen Regine Eberlein


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