Neues Jahr, neue Regeln

Die eigenen 4 Wände. Das hat sich 2018 für Bauherren und Bausparer geändert.

Im neuen Jahr gibt es einige Änderungen, von denen Bauherren profitieren. Schwäbisch Hall-Rechtexperte Stefan Bernhardt erläutern drei zentrale Neuerungen, die Immobilienbesitzer und solche, die es werden wollen, im Blick haben sollten.

Bauvertragsrecht: Sicherheit dank neuer gesetzlicher Regelungen

Mit dem 01. Januar 2018 tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. "Bauherren profitieren dank diesem neuen Gesetz von mehr Sicherheit und Transparenz auf dem Weg in die eigenen vier Wände", erläutert Stefan Bernhardt von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Widerruf: Verbraucherbauverträge können zukünftig innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden.
  • Baubeschreibungen: Baufirmen sind verpflichtet, Bauherren vor Vertragsabschluss eine ausführliche Baubeschreibung auszuhändigen. Darin festgehalten werden Art und Umfang aller Leistungen, Ansichten, Grundrisse und Schnitte des Hauses sowie eine verbindliche Aussage zur zeitlichen Fertigstellung des Gebäudes.
  • Änderungswünsche: Hat der Hausbau bereits begonnen, und die Bauherren haben noch Änderungswünsche, darf sich die Baufirma nicht verweigern, sofern sie "zumutbar" sind. Laut Gesetzesbegründung betrifft die Zumutbarkeit die technischen Möglichkeiten, die Ausstattung und die Qualifikation des Bauunternehmens aber auch die betriebsinternen Vorgänge.
  • Abschlagszahlungen: Verlangt das Bauunternehmen im Vorfeld Abschlagszahlungen, dürfen in Zukunft maximal 90 Prozent der Gesamtvergütung von den Bauherren gefordert werden.
  •    Bauunterlagen: Bauunternehmen sind verpflichtet, den Bauherren alle Unterlagen zu dem Bauprozess zur Verfügung zu stellen, die für die Behörden und Banken benötigt werden. Dazu gehören unter anderem auch Genehmigungsplanung oder Nachweise für die KfW-Förderung.

Heizen mit erneuerbaren Energien: Zuerst der Antrag Pelletheizung, Wärmepumpe, Solarthermie - wer seine Heizung auf erneuerbare Energien umstellen möchte, kann einen Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Ab dem 01. Januar 2018 ändert sich das Prozedere beim Beantragen der Zuschüsse: In Zukunft müssen Modernisierer die Förderung beantragen, bevor die Anlagen eingebaut werden - erst dann gibt es auch staatliche Unterstützung. Hausbesitzer, die ihre Heizungsanlage 2017 in betrieb nehmen, können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme stellen. Wer die Heizungsanlage 2017 beauftragt, aber erst 2018 in Betrieb nimmt, muss die Heizung bis zum 30. September in Betrieb nehmen und zu dem Zeitpunkt auch den Antrag mit einem ausgefüllten Zusatzformular zur Übergangsregelung gestellt haben.

Wohn-Riester: Höhere Zulagen ab 2018:

Für Riester-Sparer gibt es ab 2018 statt 154 Euro künftig 175 Euro Zulage. Davon profitieren sowohl Vertragsinhaber als auch Neusparer. Für die Förderungssumme müssen Förderberechtigte vier Prozent ihres rentenversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens (maximal 2.100 Euro inklusive Zulagen) auf einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag anlegen. Mit Wohn-Riester wird nicht nur der Bau oder der Kauf einer Immobilie gefördert, sondern auch der Barriere-reduzierte Umbau.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Lausitzer Neiße: Arbeiten in Hagenwerder starten

Hagenwerder. /In Hagenwerder werden seit Montag an der Lausitzer Neiße Hochwasserschäden beseitigt. Uferabbrüche werden repariert und Anlandungen entfernt. Dadurch wird das hydraulische Abflussprofil des Flusses verbessert. Die Arbeiten finden nur im Bermen- und Böschungsbereich statt und nicht am Deich. Sie sollen im September abgeschlossen sein und kosten rund 350000 Euro. Finanziert wird dies aus Landes- und Bundesmitteln. Die Hochwasser der vergangenen Jahre haben auf den Hochwasserbermen viele Sedimente abgelagert. Dadurch ist der Flussquerschnitt eingeengt, was die Hochwassergefahr verschärft. Damit das Wasser wieder besser abfließen kann, werden die Ablagerungen entfernt. Die Berme wird dadurch zudem für die nötigen Unterhaltungsarbeiten befahrbar. Auf einer Länge von 335 Metern werden die Befestigungen der Böschungen und des Böschungsfußes instand gesetzt. Dafür werden Fußsteine und Wasserbausteine geschüttet und nach Abschluss der Arbeiten begrünt. Die Arbeiten an der Lausitzer Neiße sind mit den zuständigen Umwelt-, Naturschutz- und Fischereibehörden sowie mit der Ständigen Deutsch-Polnischen Grenzkommission abgestimmt. Baumfällungen waren für dieses Projekt nicht nötig. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über die Friedensstraße. Dort ist aufgrund des Baustellenverkehrs mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen. Wir bitten um Verständnis./In Hagenwerder werden seit Montag an der Lausitzer Neiße Hochwasserschäden beseitigt. Uferabbrüche werden repariert und Anlandungen entfernt. Dadurch wird das hydraulische Abflussprofil des Flusses verbessert. Die Arbeiten finden nur im Bermen- und…

weiterlesen