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Stadt Cottbus ehrt Forscher

Mit der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Cottbus wurde Prof. Dr. Jörg Vogel geehrt.
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Prof. Dr. Jörg Vogel trägt sich in das Goldene Buch ein. Foto: Michael Helbig

Prof. Dr. Jörg Vogel trägt sich in das Goldene Buch ein. Foto: Michael Helbig

Das »Goldene Buch« der Stadt Cottbus, ist eines der wichtigsten Geschichtsbücher der Stadt, wie es Marietta Tzschoppe in ihrer Begrüßung formulierte. Mit dem Eintrag ist am Donnerstagnachmittag, im Cottbuser Stadthaus, der in Cottbus geborene Wissenschaftler und Träger des Gottfried Wilhelm Leibnitz-Preises, Prof. Dr. Jörg Vogel, geehrt worden. Einst besuchte er die 21. Polytechnische Oberschule »Friedrich Engels«, in der heute das renommierte naturwissenschaftliche Gymnasium »Max Steenbeck« seinen Sitz hat. Für seine hervorragenden Verdienste auf dem Gebiet der RNA-basierten Infektionsforschung bekam Professor Dr. Jörg Vogel, der heute Direktor des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie an der medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist, im Jahr 2017 den wichtigsten deutschen Forschungspreis von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den Gottfried Wilhelm Leibnitz-Preis verliehen. In ihrer Laudatio erinnerte Gabi Grube, Geschäftsführerin des Stadtmarketing- und Tourismusverband Cottbus e.V., an die gemeinsame Schulzeit: »Ich kann mich noch gut erinnern, dass Jörg sich gern Wortduelle mit den Lehrern geliefert hat«, erzählte sie in ihrer kurzen, warmherzigen Rede. »Er war blitzgescheit, nicht auf den Mund gefallen und konnte auch gewinnend lachen, so dass man ihm manche kleine Frechheit nicht übelgenommen hat«. Sie erinnerte daran, wie die Chemielehrerin, Frau Sommer, Jörg Vogel immer wieder mit kniffligen Fragen herausgefordert und viel Vergnügen an diesem klugen Köpfchen gehabt habe, vor allem, weil er die Antworten meistens wusste. Er sei ja kein Streber gewesen, sondern habe immer den Schalk im Nacken und einen ständigen sportlichen Bewegungsdrang gehabt. Diesen hatte er viele Jahre im Cottbuser Kanu-Sportverein auf der Spree ausgelebt. In seinen Dankesworten erinnerte Prof. Dr. Jörg Vogel an seine Cottbuser Wurzeln. Er sei nach seinem Studium in Berlin sehr viel in der Welt herumgereist, komme aber immer wieder gern in seine Heimatstadt zurück, weil er hier seine Familie und sehr viele gute Freunde habe. »Cottbus liegt zwar in einer strukturschwachen Region, befindet sich aber, von außen gesehen, in einem sehr guten Zustand«. Er sei unheimlich stolz, aus Cottbus zu sein und fügte bei der Eintragung in das Goldene Buch die Worte hinzu: »Ich bin weit gereist, bin lange weggewesen, um zu sagen: Die Zukunft liegt im Osten«. Michael Helbig


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