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Fahrgastverband zeichnet Cottbusverkehr aus

Es ist ein "Klassenzimmer auf vier Rädern": Das Projekt "Busschule" von Cottbusverkehr wurde am Freitag mit dem Deutschen Fahrgastpreis von PRO BAHN ausgezeichnet. Die Jury lobte das Konzept, welches Kindern einen sicheren Weg zur Schule ermöglicht.
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Das Projekt Busschule richtet sich gezielt an Erstklässler, also Verkehrsneulinge. Seit 2001 wird es jährlich von September bis Dezember mit Schülerinnen und Schülern aus der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße durchgeführt. Foto: CBVerkehr

Das Projekt Busschule richtet sich gezielt an Erstklässler, also Verkehrsneulinge. Seit 2001 wird es jährlich von September bis Dezember mit Schülerinnen und Schülern aus der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße durchgeführt. Foto: CBVerkehr

Das Projekt Busschule richtet sich gezielt an Erstklässler, also Verkehrsneulinge. Seit 2001 wird es jährlich von September bis Dezember mit Schülerinnen und Schülern aus der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße durchgeführt. Durchschnittlich nehmen pro Jahr 1.000 Kinder teil. Seit Beginn vor 15 Jahren haben damit fast 20.000 ABC-Schützen die Busschule durchlaufen. Im vergangenen Jahr nahmen 23 Schulen mit insgesamt 1.077 Schulanfängern aus Cottbus und der Region teil. Der deutsche Fahrgastpreis
Der deutsche Fahrgastpreis wird seit 2005 jährlich vom Fahrgastverband PRO BAHN, welcher die Interessen der Fahrgäste des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs vertritt, verliehen. Ausgezeichnet werden Personen, Organisationen oder Betriebe, die sich besonders für die Belange der Fahrgäste eingesetzt haben. In diesem Jahr findet die Ehrungsveranstaltung in Neubrandenburg statt. „Wir freuen uns für Cottbusverkehr. Die Sicherheit unserer jüngsten Fahrgäste liegt uns besonders am Herzen. Die Busschule ist ein tolles Angebot“, freut sich Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Gesellschaftervertreter der Cottbusverkehr GmbH. Das „Klassenzimmer auf vier Rädern“
Durchgeführt wird die Busschule in Kooperation mit der Polizei und der Verkehrswacht Cottbus. „Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Projektes“, erklärt Ralf Thalmann, Geschäftsführer der Cottbusverkehr GmbH. „Es freut mich zu sehen, mit wieviel Spaß und Engagement jeder einzelne die Busschule betreibt und seinen persönlichen Teil dazu beiträgt“, ergänzt er.
Zu Beginn der Busschule vermittelt Silke Nitschke von der Polizeidirektion Süd den Kindern spielerisch die notwendige Theorie. So wird beispielsweise die Bedeutung des Nothammers erklärt, die Funktionsweise der Türen erläutert oder der Sinn der Piktogramme und Verkehrsschilder näher beleuchtet. Auch wird der Frage auf den Grund gegangen, wie viele Elefanten dem Gewicht eines Busses entsprechen. Auf kindgerechte Art und Weise und doch mit dem nötigen Ernst lernen die Schulanfänger so den sicheren Umgang im Straßenverkehr. Anschließend folgt der Praxisteil, der von Busfahrer und Ausbilder Bernd Bauersachs geleitet wird.
Auch er betreibt das Projekt mit Herz und Seele und ist stets mit Freude, guter Laune und Energie bei
den Verkehrsneulingen und ihren zahlreichen neugierigen Fragen. „Die Arbeit mit Kindern ist stets
etwas Besonderes. Anders als Erwachsene handeln sie zumeist intuitiv und machen so viele Dinge
ganz von selbst richtig und umsichtig“, weiß Bernd Bauersachs zu berichten.


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