Katrin Demczenko

Hoyerswerda ist »Kommune des Jahres«

Hoyerswerda. Die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels ist wohl die wichtigste Aufgabe der Stadtverwaltung. Diesbezügliche Themen stellten OB Torsten Ruban-Zeh und sein Team am Montag im Alten Rathaus vor.

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OB Torsten Ruban-Zeh, Olaf Dominick, Christian Hoffmann, Robert Böhme und Annette Krzok (v.l.) informieren die Presse.

OB Torsten Ruban-Zeh, Olaf Dominick, Christian Hoffmann, Robert Böhme und Annette Krzok (v.l.) informieren die Presse.

Foto: Katrin Demczenko

Vor einem Jahr war Hoyerswerda eine zur Förderung vorgesehene Kommune im Bundesprogramm »Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren« (ZIZ) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Im August 2022 wurden 1.327.050 Euro Fördergelder bewilligt, verkündet Annette Krzok aus der Wirtschaftsförderung. Inklusive des zehnprozentigen Eigenanteils der Stadt stehen für die nächsten drei Jahre knapp 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Stadtzentren rücken näher zusammen

Mit dem Geld wird für die Neu- und Altstadt von Hoyerswerda eine gemeinsame Zentrenstrategie erarbeitet, ein Zentrenfonds aufgebaut und die Koordinierungsstelle Zentrenentwicklung geschaffen. Ergänzend sollen die Planungswerkstatt »Zwischenraum« und ein Zentrenleitsystem entstehen, sagt Annette Krzok. Im Auftrag der Stadt Hoyerswerda baut der Marketingverein Familienregion HOY bis 2025 die Koordinierungsstelle Zentrenentwicklung auf. Zwei Zentrenmanager sind dafür schon angestellt.

Mit dem im September gegründeten Zentrenbeirat, zu dem Einrichtungen und Vereine aus Alt- und Neustadt gehören, soll die Vereinigung der beiden Stadtzentren gelingen, sagt der Wirtschaftsförderer Robert Böhme. Im Oktober hat der Stadtrat den Zentrenfonds für den Zeitraum bis August 2025 bewilligt, der 2022 mit 20.000 Euro, 2023 und 2024 mit je 80.000 Euro und 2025 mit 60.000 Euro aus der ZIZ-Förderung gefüllt ist. Ziel des Fonds ist eine 50-prozentige Unterstützung von Projekten, Events und Maßnahmen zur Belebung des Zentrenbereiches. Ideen kann jeder Bürger beim Zentrenbeirat einreichen, wenn er die übrigen 50 Prozent der Kosten übernimmt.

 

Viel Anerkennung für Hoyerswerda

Beim simul+ Mitmachfonds 2022 konnte Hoyerswerda mit seiner Kommunikationsstrategie »#WHY! – Wandel in Hoyerswerda« im Modul Kommune punkten und erhält dafür 100.000 Euro Preisgeld, informiert Christian Hoffmann, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Er freut sich, dass die intensive Arbeit der Stadtverwaltung an der Kommunikationsstrategie im vergangenen Jahr nun gesehen wird. Jetzt ist Geld da, erste Ideen umzusetzen. Eine Website, Erklärfilme und Podcasts sollen nach und nach Bürgern aus Hoyerswerda und anderen Regionen Themen rund um den Strukturwandel nahebringen und das Image der Stadt weiter verbessern. »#WHY! ist eine stylische Hülle und dahinter müssen cool aufbereitete Inhalte vielfältige Zugänge schaffen«, erklärt Robert Böhme.

Die Stadt Hoyerswerda ist außerdem beim Unternehmer-Preis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und der SuperIllu zur »Kommune des Jahres 2022« im Freistaat Sachsen gekürt worden. Übergeben wurde die Auszeichnung an Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh auf dem Unternehmer-Konvent in Potsdam. Im Fokus der Wettbewerbspräsentation stand die Gestaltung des Strukturwandels und die Image-Kampagne »#WHY! – Wandel in Hoyerswerda«, die neugierig macht und beim Abbau von Vorurteilen gegenüber der Stadt hilft. Neben der landesweit, positiven Berichterstattung hat Hoyerswerda die Produktion eines professionellen Image-Films gewonnen, der schon auf der städtischen Internetseite abrufbar ist.

Der Oberbürgermeister sagte: »Wenn ich nicht positiv über Hoyerswerda spreche, wird niemand herkommen.« In diese Aufgabe bezieht er natürlich alle Bürger ein.

Zu den guten Nachrichten kommt noch, dass Hoyerswerda beim Innenstadt-Wettbewerb »Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen 2022« einen dritten Platz belegt und 12.000 Euro erhalten hat. Die Summe fließt in die Umsetzung einer interaktiven Zeitreise durch die Stadt, benennt Christian Hoffmann ein anderes Projekt.


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