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Unterstützung für Asylsuchende in Schiebock läuft an

Oberbürgermeister Holm Große, der Stadtrat und die Stadtverwaltung distanzieren sich in aller Form von den Vorkommnissen am Donnerstag- und Freitagabend, als unter dem Deckmantel von „Protesten” selbst ernannte so genannte „besorgte Bürger” – sogar aus Hoyerswerda und von weiter her angereist – vor der Erstaufnahmeinrichtung an der Belmsdorfer Straße rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut verbreiteten.
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In der Christuskirche findet heute, 20 Uhr, ein Friedensgebet statt. Foto: sta

In der Christuskirche findet heute, 20 Uhr, ein Friedensgebet statt. Foto: sta

"Wir verwahren uns als Stadt Bischofswerda entschieden gegen jedwede Krawallmacherei und werden uns nicht für menschenfeindliche Ansichten vereinnahmen lassen. Ein großer Dank gebührt, neben der Polizei für ihr besonnenes und trotzdem entschiedenes Auftreten für die Sicherung des Geländes, auch der überwältigenden Mehrheit der Bischofswerdaer Bürger. Diese helfen bereits jetzt engagiert Flüchtlingen vor Ort und  tun alles dafür, dass unsere Stadt für die Asylsuchenden ein guter Gastgeber ist", so der Oberbürgermeister.

Auf dessen Initiative die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde und die römisch-katholische Pfarrei St. Benno am 21. September, 18 Uhr, zu einem ökumenischen Friedensgebet in die Christuskirche einlden. "Ich würde mich freuen, viele Alt- und Neu-Bischofswerdaer, egal welchen Glaubens, an diesem Abend unter dem Dach der Kirche anzutreffen. Wir sollten alle nicht vergessen, dass Kirchen auch vor 26 Jahren ein Ort des Dialogs waren. Lassen Sie uns gemeinsam für ein friedliches Miteinander aller Menschen beten und zeigen, das Bischofswerda weltoffen ist und bleibt – wir stehen für ein gedeihliches und friedvolles Miteinander!." Man nehme deshalb die Sorgen aller Bischofswerdaer ernst, distanziere sich aber von menschenfeindlichen und rassistischen Gedanken, führt das Stadtoberhaupt weiter aus. Erfreut zeigt sich Holm Große über zahlreiche Hilfsangebote: "Die Volkssolidarität und die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde haben uns z.B. Lagerräume für Spenden angeboten. Engagierte Bürger können ab Montag für ihre Hilfsangebote die E-Mail-Adresse spenden@bischofswerda.de nutzen, ab dem morgigen Dienstag wird im Bürgerbüro eine Anlaufstelle mit Ansprechpartnern für alle diese Angebote und relevanten Fragestellungen zur Erstaufnahmeeinrichtung an der Belmsdorfer Straße funktionieren."

UPDATE:

Ab morgen öffnet im Bürger- und Tourismusservice der Stadt die Bürgerinformation für Asyl und Integration. Sachspenden können – ebenfalls ab morgen – bei der Geschäftsstelle der Volkssolidarität in der Bahnhofstraße 21 abgegeben werden. Sachspenden für Asylsuchende können, ebenfalls ab morgen und zu den gleichen Zeiten wie in der neuen Bürgerinformation Asyl und Integration, in der Geschäftsstelle der Volkssolidarität in der Bahnhofstraße 21 in Bischofswerda abgegeben werden. Oberbürgermeister Holm Große benannte außerdem heute Herrn Joachim Clemens, der aktuell das OB-Büro leitet, kommissarisch zum Beauftragten für Asyl und Integration der Stadt Bischofswerda. Weitere Informationen und Öffnungszeiten: >>>HIER<<<