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Punktgewinn gegen Tabellendritten

Die Rödertalbienen beendeten die Hinrunde mit einem kleinen Erfolgserlebnis. Gegen die eigentlichen Favoritinnen der SG H2Ku Herrenberg erkämpften sich die Gastgeberinnen ein 24:24 (13:13) Unentschieden.
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Der HC Rödertal startete mit einer 5:1-Abwehr und Rückkehrerin Rabea Pollakowski (3/2 Tore) auf der Deckungsspitze. Die Gäste nutzten den Anwurf und bekamen mit ihrer ersten Aktion einen Strafwurf zugesprochen. Annika Blanke (7/5 Tore) verwandelte sicher zum 0:1. Dann nutzte Lea Neubrander (5 Tore) einen Fehler des HCR zur 0:2-Führung für die Herrenbergerinnen. Nun kamen auch die Bienen ins Rollen. Anna Frankova (5 Tore) ging auf der halbrechten Position ins 1-gegen-1 und erzielte den Anschlusstreffer. Kurz darauf war es erneut die Außenspielerin, die nach Pass von Pollakowski zum Ausgleich einnetzte. Die Gäste blieben ruhig und nutzten die Fehler der Bienen zu einem frühen 3:0-Zwischenspurt. Knapp fünf Minuten vergingen, ehe Frankova nach einer erfolgreichen zweiten Welle das dritte HCR-Tor für sich verbuchte. Dann trug sich auch Saskia Nühse (4 Tore) mit einem Hammerwurf aus knapp neun Metern in die Liste der Torschützinnen ein. Cheftrainer Karsten Schneider nahm nun Torfrau Ann Rammer zugunsten einer zusätzlichen Feldspielerin aus dem Spiel. Emilia Ronge (6 Tore) nutzte den entstehenden Platz für den 5:6-Anschlusstreffer. Anschließend verwandelte Pollakowski, die im zentralen Rückraum die Fäden zog, einen Strafwurf zum 6:6. Beide Mannschaften spielten nun auf Augenhöhe. Besonders in der Deckung erarbeitete sich der HCR Ballgewinne und ging durch S. Nühse mit 9:8 in Führung. Auch Torfrau Rammer zeichnete sich immer wieder durch Paraden aus. Anschließend erhöhte Paula Förster (2 Tore) auf 10:8. Nach einer Zeitstrafe mussten die Gastgeberinnen aber den 11:11-Ausgleich hinnehmen. Mit einem Tempo-Gegenstoß brachte Ronge den HCR wieder in Führung. Aber die SG H2Ku Herrenberg erzielte direkt den Ausgleich. Kurz vor der Pause erzielte Förster nach schnellem Spiel in die Spitze das 13:12. Nach einem technischen Fehler der Gäste spielten die Bienen erneut mit einer zusätzlichen Feldspielerin. Der Angriff war jedoch nicht erfolgreich und die „Kuties“ trafen ins leere Tor zum 13:13-Halbzeitstand. Die Rödertalbienen kamen schnell aus der Kabine und waren voll fokussiert. S. Nühse spielte einen Bodenpass zur frei stehenden Ana Ciolan (4 Tore), die sicher zur Führung vollendete. Die Bienen stellten auf eine 6:0-Abwehr um und übernahmen nach dem 16:16 das Spiel. Zunächst hatte Ciolan Glück, als einer ihrer Torwürfe von der Unterkante der Latte noch ins Tor ging. Dann nutzte Frankova gut eine Lücke in der SG-Abwehr und vollendete. Anschließend erhöhte Ronge nach einem mustergültigen Pass von Pollakowski auf 19:16. Mit einem Abschluss in höchster Bedrängnis durch S. Nühse zum 20:16 war der 4:0-Lauf des HCR perfekt. Es folgte die wohl schwierigste Phase im Spiel der Bienen. Die Mannschaft von Cheftrainer Schneider ging plötzlich wieder zu fahrlässig mit ihren Chancen um und haderte mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, dass einige Aktionen ungeahndet ließ. Dadurch arbeiteten sich die Gäste wieder auf 20:20 heran. Nach dem 21:20 durch Ronge verhinderte Ronja Nühse mit einem parierten Strafwurf zunächst den erneuten Ausgleich (52. Minute). Kurz darauf gingen die Herrenbergerinnen dann doch mit 21:23 in Führung. Doch die Bienen fingen sich und zeigten ihr Kämpferherz – wie schon so oft in der Hinrunde. Torfrau Rammer zeigte vollen Einsatz und parierte einen Wurf von außen. Auf der Gegenseite veredelte Pollakowski diese Aktion aus zentraler Position zum 22:23. Dann war die HCR-Schlussfrau bei einem Wurf wieder zur Stelle. Mit dem folgenden Tempo-Gegenstoß gelang Ronge der 23:23-Ausgleich. Nach dem 23:24 fand S. Nühse erneut Ciolan. Die gut spielende Kreisläuferin verwandelte zum 24:24-Endstand. Mit dem Punktgewinn holten sich die Bienen den nötigen Schwung für die beginnende Rückrunde. Denn auf diese Leistung kann das Trainerteam sicherlich aufbauen. HCR-Trainer Karsten Schneider: „Mannschaftlich und kämpferisch war das eine sehr gute Leistung. Das Team hat besonders in der Deckung gut gearbeitet. Beim 21:23 hat die Mannschaft erneut ihre herausragende Moral gezeigt. Der Punktgewinn ist ein erster kleiner Teilerfolg. Jetzt müssen wir weiter arbeiten und den Schwung mitnehmen.“ HCR: Ann Rammer, Ronja Nühse, Emilia Ronge (6), Anna Frankova (5), Ana Ciolan (4), Saskia Nühse (4), Rabea Pollakowski (3/2), Paula Förster (2), Jasmin Eckart, Lara Tauchmann, Pavlina Novotna, Ann-Catrin Höbbel, Marlene Böttcher (n.e.), Vanessa Huth (n.e.), Lisa Loehnig (n.e.)