Katrin Demczenko

Kufa wirft Anker aus

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Julia Kieschnick kümmert sich um das neue Projekt für Innere Altstadt und Neustadt. Foto: kd

Julia Kieschnick kümmert sich um das neue Projekt für Innere Altstadt und Neustadt. Foto: kd

Seit Anfang November gibt es in der KulturFabrik eine neue Mitarbeiterin, die Diplom-Sozialarbeiterin Julia Kieschnick. Sie leitet das Projekt »Stadtteilanker-Bürgerwiesen«, mit dem sich die KuFa am »Gebietsbezogenen Integrierten Handlungskonzept« (GIHK) in Hoyerswerda beteiligt.
Erreicht werden sollen Kinder und Jugendliche in den Fördergebieten Neustadt und Innere Altstadt. Das Projekt will sie auf ihrem Weg zu veranwortungsbewussten, berufstätigen Erwachsenen begleiten, erklärte Julia Kieschnick. Diese Stadtgebiete hat die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. ausgewählt, weil dort im größeren Umfang Familien von staatlichen Transferleistungen leben. Diese brauchen in ihrem Umfeld einen Zugang zu sozialen und kulturellen Angeboten, die bereits vorhanden sind und ins Bewusstsein gerückt werden sollen.

Vielleicht entsteht daraus Neues, je nach Bedarf und Möglichkeiten der vorhandenen, vielfältigen Vereinslandschaft, der sozialen Träger, Firmen und aktiven Bürger, hofft Julia Kieschnick. Und hier kommt der »Stadtteilanker« ins Spiel.
In den nächsten zwei Jahren will die KuFa-Mitarbeiterin zuerst Kontakte zu allen Akteuren im Fördergebiet knüpfen. Als Ergebnis dieser Vernetzungs- und Kommunikationsprozesse wird in jedem Wohnkomplex (WK) der Neustadt eine Bürgerwiese vorbereitet und durchgeführt.
Vereine und Einzelpersonen, die ihre Hobbies präsentieren wollen, sind dort gern gesehen. Von Sportaktionen bis zu Auftritten eines Chores oder Laientheaters ist alles denkbar. Mit Mitmachaktionen dürfen sich auch Anbieter vorstellen, die nicht im Fördergebiet ansässig sind. Grundsätzlich will das Projekt »Stadtteilanker-Bürgerwiesen« Hilfe zur Selbsthilfe leisten. »Die Leute sollen wieder mutig werden und rausgehen«, erklärte Julia Kieschnick, »denn neben Smartphone und Fernsehen gibt es doch so viel mehr«. Vielleicht entsteht aus den Aktionen langfristig in den WKs ein ehrenamtliches Quartiersmanagement, das die Arbeit fortführt. Wer eine Bürgerwiese mit organisieren will, kann sich unter julia.kieschnick@kufa-hoyerswerda.de melden. Die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. managt das GIHK im Auftrag des Stadtrates seit 2015. Das Fördergeld kommt vom Sächsischen Ministerium des Innern und aus dem Europäischen Sozialfond.