C. M. Schwab

Durchstarten! Konzentrieren auf das, was geht

Lausitz. Neuland ist etwas Unbekanntes. Wie man es nutzen kann, lässt sich erst herausfinden, wenn man sich auf den Weg macht.

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»Raus aus der Komfortzone, anpacken!« Steffi Zettl lebt es vor.

»Raus aus der Komfortzone, anpacken!« Steffi Zettl lebt es vor.

Foto: Tudyka.PR

Nur wenn die Herausforderung angenommen wird, kann Neuland erobert werden und der Neuanfang erfolgreich sein. Mit dieser Sicht lässt sich auch der Strukturwandel betrachten. In der Serie »Lausitzer Neuland« werden Menschen vorgestellt, die bereit sind, »Neuland« zu betreten und den Strukturwandel zwar kritisch, aber vor allem als Chance betrachten, die es zu nutzen gilt.

Powerfrau? Wenn, dann ist Steffi Zettl aus Bernsdorf ein überzeugendes Beispiel. Die diplomierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist seit Jahren in Vertrieb und Marketing tätig. Nebenberuflich baut sich die durchtrainierte junge Frau jedoch eine neue Existenz auf.

Von Jugend an treibt sie intensiv Sport – Fußball, Joggen, Fitness, Kampfsport, Yoga. Steffi Zettl ist Expertin für nachhaltige körperliche und mentale Fitness und hilft Menschen, die einen stressigen Berufsalltag und wenig Zeit haben, ihr Leben aber durch Sport und Ernährung positiv und dauerhaft verändern wollen. »Ich musste auch erst durch viele Täler gehen, bevor ich stark genug war, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Geholfen hat mir immer wieder Sport mit seinen faszinierenden Auswirkungen auf Körper und Geist. Aufgeben war für mich niemals eine Option. Ich hinterfrage alles.«

Diese Haltung lässt sich auch gut auf den anstehenden Strukturwandel der Lausitz übertragen, meint Sport-Coach und Fitness-Trainerin Steffi Zettl. Sie stammt aus einer typischen Lausitzer Familie, deren Arbeitsleben jahrzehntelang durch den Bergbau geprägt war. Einerseits betrachtet sie allein schon aus geschäftlichen Gründen den Strukturwandel als große persönliche Chance.

 

Nicht auf alten Wegen ausharren

Es gibt enorm viel zu tun, das Arbeitspensum gerade von Führungskräften in Unternehmen und Institutionen, steigt angesichts vieler Transformationsprojekte – und damit der Bedarf, einen gesunden Ausgleich zu finden und sich dabei mental und physisch unterstützen zu lassen.

Für Steffi Zettl der letzte Anstoß, Nägel mit Köpfen zu machen, den sicheren Job aufzugeben und ins freiberufliche Risiko zu gehen. Ein Sinnbild auch für den Wandelprozess, der in ihrer Heimat ansteht. »Man sollte nicht einfach die Hände in den Schoß legen und abwarten. Jeder kann an seinem Platz, im persönlichen Umfeld schauen.

Was geht? Wo geht was? Jeder kann seine persönlichen Ziele prüfen und sich neu fokussieren. Man muss neu denken. Nicht auf alten Wegen verharren. Raus aus der Komfortzone, anpacken! Es gibt manches, das nicht zu ändern ist. Das trifft auch auf den Strukturwandel zu. Also konzentriert man sich auf das, was möglich ist. Was man selbst ändern kann. Jammern über das, was nicht geht, hilft nicht und zieht runter. Deshalb: Durchstarten! Dann kann man vom Strukturwandel profitieren«, ist Steffi Zettl überzeugt.

 

Mehr Informationen:

www.sport-zettl.blog

www.strukturentwicklung.sachsen.de