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Der Schatz im Haselbachtal

Der Förderverein des Steinbruchmuseums plant mehr Erlebnistourismus im Steinbruch-Museum Prelle, welches sich in Häßlich befindet.
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»Hier ist der Steinbruch greif- und erlebbar«, finden Jutta Fischbach und Frank Klenner. Die beiden sind Mitglieder des derzeit 36-köpfigen Fördervereines. Ein Ziel des Fördervereines ist es, dieses Areal zu einem touristischen Highlight im Haselbachtal zu entwickeln. Foto: Rainer Könen

»Hier ist der Steinbruch greif- und erlebbar«, finden Jutta Fischbach und Frank Klenner. Die beiden sind Mitglieder des derzeit 36-köpfigen Fördervereines. Ein Ziel des Fördervereines ist es, dieses Areal zu einem touristischen Highlight im Haselbachtal zu entwickeln. Foto: Rainer Könen

Die Straße durchs Haselbachtal, sie zieht sich. Im Ortsteil Häslich ein kleiner Hinweis auf die Schauanlage. Der Weg schlängelt sich durch den Ort. Kopfsteinpflaster. Nach hundert Metern biegt man von der Dorfstraße rechts ab, geht es einen steinigen Weg hinauf. Über schmale Gleise, vorbei an der Werkbahn, nach ein paar Metern ist man im Zentrum der Anlage: Museum, Vereinsraum, Schmiede, Steinbruchklause. Kabelkrananlage. Und im Hintergrund leuchtet zwischen den Bäumen dunkelblaues Wasser, der Steinbruch. Für die Taucher, die unweit ihre Station haben, ideale Bedingungen. Abtauchen kann man bis zu einer Tiefe von 45 Metern.

Neue Impulse für das Leben im Haselbachtal

Frank Klenner und Jutta Fischborn sind gekommen, beide gehören zum Förderverein des Steinbruchmuseums. Sie erzählen von den Plänen des Vereines, davon, dass dieses Areal »ein wahrer Schatz im Haselbachtal« ist, wie es Vereinschef Klenner beschreibt. Klenner und Fischbach sind in der Gemeinde Haselbachtal fürs Kultur- und Tourismusmanagement verantwortlich. Ihre Aufgabe: dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Haselbachtal neue Impulse zu geben. Neben touristischen Einrichtungen wie dem Rietschelhaus in Gersdorf, der Naturbühne in Reichenau oder dem Vierseithof in Häslich spielt auch die Schauanlage Prelle eine große Rolle. Vereinschef Klenner hofft, dass nach den vielen Einschränkungen in der Pandemie im Steinbruchmuseum wieder so etwas wie Normalität einkehrt. Damit man weiter an den Plänen und Vorstellungen arbeiten kann, mit denen sich das Duo vor zwei Jahren den Bewohnern des Tales vorgestellt hatte. Da war von einem Kletterpark im Steinbruch die Rede, von einer Flossbühne für Konzerte und Theatervorstellungen. Dinge, die man einmal realisieren möchte. Klenner weiter: »Wir wollen hier die Geschichte der Steinbruchanlage greif- und vor allem erlebnisbar machen.« Schließlich will man das Haselbachtal touristisch aufwerten, im Steinbruchmuseum so eine Art Erlebnispark schaffen, um Touristen anzulocken. Klenner schwärmt von den Möglichkeiten, die diese Anlage bietet. Auf einem Rundgang durchs Museum zeigt er auf Exponate, die einen deutlichen Eindruck vom Leben eines Steinarbeiters zu Beginn des 20. Jahrhunderts vermitteln. Auch sehr aufschlussreich ist der Lehrpfad, wo Besuchern in populärwissenschaftlicher Manier der geologische Aufbau des Areals erläutert wird. Welchen Stellenwert ein Schmied in einem Steinbruch hatte, erfährt man bei einem Besuch der Anlage ebenfalls. Einem solchen kann man im Übrigen zu bestimmten Anlässen dort schon mal bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Tag der Steinarbeiter am 19. September

Der Fakt, dass die Gemeinde Haselbachtal Mitglied im Verein ist, zeigt, welchen touristischen Stellenwert man dieser Steinbruchanlage beimisst. Die Anlage habe »großes Potenzial«, beschreibt es Fördervereinschef Klenner. In der unmittelbaren Nachbarschaft entsteht ein Segway-Park, ein Kinderspielplatz steht dort schon. Vor allem Familien sollen angelockt werden. Ein weiteres Projekt des Vereins sind Bildungsangebote für Schulen und Kitas. Vereinsmitglieder bieten bei Bedarf auch Führungen über das Gelände an. Zu den besonderen Veranstaltungshöhepunkten im Steinbruchmuseum Prelle gehört der Tag des Steinarbeiters, der zahlreiche Besucher anzieht. Der findet in diesem Jahr am 19. September 2021 statt. Beim Förderverein hofft man dann wieder auf eine gute Besucherresonanz.
Kontakt und Infos Der Förderverein »Schauanlage und Museum der Granitindustrie e.V« wurde 1998 gegründet und hat derzeit 36 Mitglieder.
  • Adresse: Steinbruchmuseum, Dorfstraße 18, 01929 Haselbachtal, OT Häslich.
  • Kontakt: Tel: 03578/ 730 586. E-Mail: info@steinbruchmuseum.de
  • Öffnungszeiten: Freitag 16 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 16 Uhr. Ansonsten Termine nach Vereinbarung.


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