Carmen Wolodtschenko

Geheime Schmuggelpfade wiederentdeckt

Wirtschaft"SteinReich"-Initiatoren begeben sich auf Spuren des Schmugglerbundes

Schmuggelware gelangt auf geheimen Pfaden durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz! Das Geheimnis um den Schmugglerbund im 17. Jahrhundert entdeckten Karen und Stephan Trepte,Die Projektinitiatoren des  Freizeitparks SteinReich,  stoßen  bei ihrer Suche nach geheimnisvollen Geschichten auf einen Schmugglerbund. Den Hinweis auf diese spannende Legende erhielten sie von Tom Thomas aus Heidenau, der den Aufruf zur Suche nach Geheimnissen, Sagen und authentischen Gegenständen  in der Zeitung gelesen hatte.  Im Juni war Baustart für das anspruchsvolle Projekt  gleich neben dem Bastei-Parkplatz. "Wir waren absolut überrascht, wie viele interessierte Leute sich nach den Presseartikeln bei uns gemeldet haben", freut sich Karen Trepte, Geschäftsführerin der SteinReich Touristik und Beratung GmbH.   Mehr als 30 Anrufe und Emails gingen bei den Treptes ein, die dann in einer Tour durch die Region zogen und neben Sagen, Legenden oder historischen Ansichtskarten   diverse authentische Gegenstände, wie z.B. ein wunderschön erhaltenes Klavier aus Ehrenberg, ein altes Küchenbuffet aus Helmsdorf oder eine originale Zinkwanne aus Rathewalde und eine alte Schulbank von 1910 mitgebracht haben.Das Geheimnis um den Schmugglerbund im Mittelalter hat den Beiden besonders gefallen: "Wir haben uns dazu entschlossen, diesem  Geheimnis eine  Erlebnisstation in unserem Park zu widmen, damit die geheimen Pfade, auf denen vertrauliche Dokumente, wie geheime Schriften oder auch Lebensmittel, Waren oder Rohstoffe  aus der Oberlausitz geschmuggelt wurden, besondere Beachtung finden", erklärt  Geschäftsführer Stephan Trepte. Die Beiden überlegen genau, wei jedes Detail in den richtigen Zusammenhang gestellt wird.

 

Bis zur Eröffnung der Erlebniswelt SteinReich im Frühjahr 2013 bleibt den Geschwistern noch Zeit. "Wir danken bereits jetzt allen Beteiligten ganz herzlich für die teilweise kostenlos zur Verfügung gestellten Schätze und ihr Interesse an der neuen Erlebniswelt", sagt Karen Trepte gerührt. "Unser großes Ziel ist es, die Region gemeinsam mit Einheimischen und Unternehmern zu stärken und nach vorn zu bringen. Mit unserer Aufrufaktion haben wir einen ersten großen Schritt in die richtige Richtung getan." Wer beim Stöbern auf dem Dachboden oder im Keller noch alte historische Gegenstände, Bücher  entdeckt oder noch unbekannte Geschichten  aus der Sächsisch-Böhmischen Schweiz kennt, kann sich gerne melden.  Karen Trepte: 0173/8674169.               (caw)    

Tom Thomas (li.) schenkte Karen und Stephan Trepte auch eine alte Buchpresse.                                             Foto: PR

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