gb

86-Meter-Schiff auf der Elbe unterwegs

Endlich! Nach wochenlangem Niedrigwasser und dem Sturm „Sabine“ zu Wochenbeginn ist seit Donnerstag, 13. Februar, ein 86 Meter langer und 11,45 Meter breiter Schiffstorso ohne Motor und Aufbauten auf der Elbe gen Magdeburg unterwegs. Das Schubschiff "Edda" von der Reederei Ed Line in Berlin bringt den Rumpf eines Flusstankers, der seit Juni auf der Werft im tschechischen bzw. nordböhmischen Lovosice (deutsch: Lobositz) lag, seit heute weiter bis nach Magdeburg. Zuerst hatte wochenlang Niedrigwasser den Transport unmöglich gemacht. Der niedrige Wasserpegel der Elbe hatte den Schiffstransport über Wochen verhindert. Mindestens 135 Zentimeter Fahrrinnentiefe sind notwendig, um schippern zu können. Damit dieser spezielle Schubverband fahren konnte, musste die Fahrrinnentiefe sogar 1,50 Meter betragen. 

Dann am Sonntag, 9. Februar, hatte Sturmtief "Sabine" den Schiffsverband im tschechischen Hrensko (deutsch: Herrnskretschen) kurz vor der Grenze nach Deutschland unfreiwillig aufgehalten und die Weiterfahrt gestoppt. Zu groß wäre die Angriffsfläche von Sturm und Wind wenn der motorlose Koloss auf dem Fluss geschoben wird. Maximal 20 km/h sind zulässig. Der Schiffsrumpf mit 86 Metern Länge und 11,45 Metern Breite sowie 5,50 Metern Höhe ist aufsehenerregend groß. „Edda“ schiebt ihn bis Magdeburg. Bis in die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt ist der Verband noch mindestens zwei Tage unterwegs. Bis zum Mittag soll der Schleppverband Dresden passieren und heute bis Riesa kommen. Dort übernimmt ein anderes Schubschiff den Transport bis nach Hamburg. Von der Hansestadt aus geht das zukünftige Tankschiff über die Nordsee nach Werkendam (Niederlande). Dort wird er arbeitsfähig und manövrierfähig gemacht, aufgebaut mit den Aufbauten und mit einem Motor ausgestattet. "Edda" muss zurück nach Lovosice, wo noch ein zweiter großer Schiffskörper darauf wartet, abgeholt zu werden. 

Daniel Förster

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.