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Trinkwasserleitungen in Cottbus sind im Stress

Frühsommer und Demografie wirken sich aus

Cottbus. Im Versorgungsgebiet der LWG in der Stadt Cottbus kann es derzeit zu Beeinträchtigungen bei der Trinkwasserqualität kommen. Die Gründe hierfür sind in der aktuellen Wetterlage sowie im Zustand des Rohrleitungsnetzes zu suchen. Hier einige Hinweise und Tipps.

In Cottbus ist seit der Wende der tägliche Trinkwasserverbrauch je Einwohner von 197 Liter (1989) auf 92 Liter (2016) gefallen. Er hat sich mehr als halbiert! Der Spitzenverbrauch an Trinkwasser, also die Abnahmemenge an heißen Tagen, im Jahr ist aber gleich geblieben. Die Hauptversorgungsleitungen in Cottbus sind in der Mehrzahl ebenfalls noch die Gleichen.

Gegenwärtig sorgt die Trockenheit bereits jetzt für ungewöhnlich hohe Spitzenabnahmen im Cottbuser Trinkwasserrohrnetz. Die damit einhergehenden viel höheren Fließgeschwindigkeiten in den Trinkwasserleitungen führen in Teilen der Stadt zur Aufwirbelung von Ablagerungen aus Eisen- und Manganverbindungen. Diese sind zwar gesundheitlich unbedenklich, können aber zu einer sichtbaren Trübung des Trinkwassers führen und den Hausfilter in der Trinkwasser-Kundenanlage hinter dem Wasserzähler verstopfen. Besonders in den Bereichen Gallinchen und Groß Gaglow ist dieses Phänomen derzeit verstärkt zu beobachten.

Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter der LWG intensiv dabei, Rohrnetzspülungen vorzunehmen, um die gewohnte Qualität des Trinkwassers wieder herzustellen. Zusätzlich empfiehlt die LWG den Trinkwasserkunden, bei Verringerung des Trinkwasserdrucks den Trinkwasser-Hausfilter zu kontrollieren und ggf. häufiger zu spülen bzw. auszuwechseln. Sollte es trotz der eingeleiteten Maßnahmen länger anhaltende Beeinträchtigungen geben, bittet die LWG um Mitteilung über die kostenfreie Servicenummer 0800 0 594 594. Man kann Beeinträchtigungen auch online über die Website der LWG melden, der Service ruft dann zurück.

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