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Kindertanzgala mit Fahnenappell, Mauerfall und Westwerbung

Rund 200 Kinder führen Galaprogramm GO WEST auf

Cottbus. Sonntagnachmittag, etwa 17:45 Uhr: Konfettiregen und begeisterter Jubel von den Rängen erfüllt die Cottbuser Stadthalle. Soeben endete die große Kindertanzgala, welche mit rund 200 Kindern aus Cottbus und Kolkwitz auf die Bühne gebracht wurde. Eine wunderbare Zeitreise vom Mauerfall bis heute: GO WEST.

Künstlerischer Kopf hinter der Aufführung ist Marika Berger, Inhaberin der gleichnamigen Tanzakademie in Cottbus. Gemeinsam mit den Happy Bibo Kids e.V. aus Kolkwitz sowie dem Team Sandra Kuckel, Anne Brechel, Aiko Rasser und Michael Apel entwickelte sie die Idee für das Stück GO WEST. Mit viel Tanz, Musik und schauspielerischen Elementen wird hier die Geschichte von Clara und Martin erzählt.

Die treffen sich erstmals im Jahre 1982. Beim Fahnenappell an der 17. POS erhält Martin einen Tadel vor der ganzen Schule, danach treffen sich beide zufällig wieder. Es beginnt eine Reise durch die gemeinsame Zeit in der DDR. Der Sandmann, Pittiplatsch oder Ferienlager-Liederabende gehören dabei natürlich dazu. Alles liebevoll inszeniert und von den Steppkes aus Cottbus und Kolkwitz auf die Bühne gebracht. Emotional wird es dann nicht nur beim Mauerfall auf der Bühne. Denn auch das Stück selbst nimmt eine dramatische Wendung. Die Familie von Martin flüchtet kurz vor dem historischen Ereignis – Clara bleibt allein zurück in der DDR. Für sie bricht eine Welt zusammen, beide planten schließlich Heirat und Kinder.

Auch im neuen Zeitalter, inszeniert durch eine Gameshow sowie farbige Werbespot-Tänze zu Joghurt, Westschokolade und Meister Propper, geht jeder von den beiden ihren eigenen Weg. Bis zu diesem einen Moment: Clara, mittlerweile Ärztin an einem städtischen Krankenhaus, kommt ein Patient merkwürdig bekannt vor: MARTIN! Die Liebesgeschichte endet mit einem Happy End – und der Blende ins Heute. Clara und Martin, beide mittlerweile erwachsen und selbst Eltern, kramen mit ihrer Tochter in einer Kiste mit DDR-Klamotten. Abends ist ein schließlich eine DDR-Mottoparty. Die Story der Liebesgeschichte ihrer Eltern begeistert am Ende auch die Tochter.

Begeisterung, die auch alle der zahlreich anwesenden Besucher in der Stadthalle teilen. Minutenlang gibt es stehende Ovationen für die jungen Darsteller. Auch das ganze Team sagt Danke – eine monatelange Vorbereitungsphase endet damit in knallbuntem Konfettiregen. GO WEST ist Geschichte – und was für eine…!

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65-jähriger Bernd E. wird vermisst

Sachsen. Die Polizei fahndete derzeit nach dem Vermissten der nach einem Besuch bei seinen Kindern in Bayern nicht wieder in Dresden ankam. Der 65-Jährige sollte am Sonntagnachmittag (13. August) mit dem Zug von Nürnberg zurück nach Dresden fahren. Hier kam er jedoch nicht an. Er konnte auch an seiner Wohnung im Dresden-Striesen nicht angetroffen werden. Am Nachmittag des 14. August gab es einen telefonischen Kontakt zu Angehörigen. Dabei gab der 65-Jährige an, dass er sich in Regensburg befindet. Sein Mobiltelefon konnte ebenfalls in Regensburg geortet werden. Seitdem ist der Gesuchte nicht mehr erreichbar. Weitere Handyortungen ergaben, dass sich das Telefon in Tschechien befand (15. August). Hinweise wo sich der 65-Jährige aktuell aufhält, gibt es jedoch nicht. Auch die Tschechische Polizei ist in die Suchmaßnahmen einbezogen, konnte den Mann jedoch auch noch nicht ausfindig machen. Der vermisste Dresdner leidet an Demenz und ist auf Medikamente angewiesen. Er ist 170 cm groß und schlank. Er hat dunkelbraune kurze Haare und trägt eine Brille mit eckigem Gestell sowie selbsttönenden Gläsern. Er ist vermutlich mit einer schwarzen Jacke sowie einem schwarzen Basecap bekleidet und dürfte mit einem schwarzen Herrenfahrrad unterwegs sein. Die Polizei fragt: Wer hat Bernd E. seit Sonntag gesehen? Wer kann Angaben zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort machen? Zeugenhinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. Falls Sie den Vermissten aktuell sehen, können Sie sich auch an die örtlich zuständige Polizeidienststelle wenden. (ju) Die Polizei fahndete derzeit nach dem Vermissten der nach einem Besuch bei seinen Kindern in Bayern nicht wieder in Dresden ankam. Der 65-Jährige sollte am Sonntagnachmittag (13. August) mit dem Zug von Nürnberg zurück nach Dresden fahren. Hier kam…

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