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Segelflieger kollidiert mit Fluglehrer

Beim Start des zweisitzigen Schulsegelflugzeugs D- 3684 vom polnischen Fabrikat Puchacz (deutsch: Uhu) ist am 4. Oktober, abends ein 70 Jahre alter Fluglehrer am Boden von diesem erfasst und nach dem Unfall auf dem Segelflugplatz in Pirna ins Klinikum Pirna gebracht worden. Laut Polizei war der aus Freiberg stammende Fliegerkamerad offenbar einen Moment unaufmerksam und bei den Gedanken woanders.

 Er hätte sich zu nahe im Startkorridor aufgehalten, als der Flieger (Baujahr 1983) mit einem Fluglehrer (73) und einer Flugschülerin (17) im Cockpit per Seilwinde gen Dresden hochzogen werden sollte. Der Senior hatte anscheinend nicht gemerkt, dass das Segelflugzeug (Baujahr 1983) schon gestartet war und sich ihm näherte. Kurz vor dem Abheben der Puchacz (Spannweite: 16,67 Meter, Länge: 8,38 Meter) wurde er von deren linken Tragfläche am Brustkorb getroffen und stürzte, sagte ein Beamter. Der Fluglehrer im Doppelsitzer brach den Start ab. Alkohol spielte keine Rolle, so die Polizei. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) Braunschweig wurde über den Zwischenfall informiert.

Der Unfall ist nach Angaben des Aeroclubs Pirna, der den Flugplatz betreibt, glimpflich ausgegangen. „Es wurden sofort alle notwendigen Maßnahmen getroffen und professionelle Hilfe war sehr schnell vor Ort“, teilte ein Verantwortlicher des Vereins noch in der Nacht mit. Der Rettungsdienst hatte den Segelsportfreund, der bei ansprechbar und bei Bewusstsein war, in Begleitung des Notarztes ins Klinikum auf den Pirnaer Sonnenstein gebracht. Dort hätten Ärzte nach übereinstimmenden Auskünften von Polizei und Verein „keine ernsthaften Verletzungen“ bei dem Verunfallten festgestellt. „Die gute Nachricht, dem Fliegerkameraden geht es soweit okay.“ Er ist aber über Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus geblieben. Am Flugzeug sei kein Schaden entstanden

Der Aeroclub Pirna führt in dieser Woche noch bis einschließlich 6. Oktober auf dem Flugplatz ein Herbstfluglager durch. 38 Flugschüler, Fluglehrer und Lizenzpiloten sind dabei, heißt es. Ziel der angehenden Piloten nach der Ausbildung ist es, die Segelfluglizenz abzulegen. Im kommenden Jahr wird der Segelflugplatz Pirna-Pratzschwitz übrigens 60 Jahre alt. Das Jubiläum will der Verein dann begehen. (df)

 

 

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