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Kleine Gemeinde wird zum Musik-Mekka

Gohrisch hat eine kleine Sensation in petto

Königstein/Sächs. Schw.. Viel Neues erwartet die Besucher bei den 8. Internationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch vom 23. bis 25. Juni.

Gohrisch. Der Luftkurort  in der Sächsischen Schweiz hat bei vielen Erholung Suchenden einen guten Ruf. Seit 2010, als hier Musikenthusiasten in einer Scheune erstmals Werke von Dmitri Schostakowitsch aufführten, hat sich Gohrisch auf kultu-rellem Gebiet auch internati-onal einen Namen gemacht. An drei Tagen im Jahr strö-men Schostakowitsch-Fans aus aller Welt in den kleinen Ort, in dem der Komponist 1960 sein berühmtes achtes Streichquartett schrieb.

Außergewöhnliche Programme und selten gespielte Werke machen den Reiz dieses Festivals aus, das in enger Kooperation mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden durchgeführt wird. 

Im Mittelpunkt der nun schon 8. Internationalen Schostakowitsch Tage, die vom 23. bis 25. Juni stattfinden, stehen neben Schostakowitsch zwei seiner Zeitgenossen: Mieczyslaw Weinberg und Sofia Gubaidulina. Von allen drei Komponisten wird Neues zu hören sein. Musikfreunde können sich auf eine deutsche Erstaufführung und gleich vier Uraufführungen in der „Kulturscheune“  freuen. 

Vom polnischen Kom-ponisten Weinberg (1919 -1996), mit dem Schostakowitsch befreundet war,  werden zwei Stücke    erstmals öffentlich       aufgeführt.

Sofia Gubaidulina (geb.  1931) arbeitet als Capell-Compositrice eng mit der DresdnerStaatskapelle  zusammen. Nun erlebt ihr Ensemblewerk „Die Pilger“ (2014) in Gohrisch seine deutsche Erstaufführung. Ihr neuestes Kammermusikwerk „Einfaches Gebet“ wird in deutschsprachiger Fassung uraufgeführt. „Schon jetzt sei verraten: Die Komponistin erhält außerdem den 8. Internationalen Schostakowitsch Preis Gohrisch“, so der künstlerische Leiter   Tobias Niederschlag.

Eine kleine Sensation ist die Uraufführung eines bisher unbekannten Werkes von Schostakowitsch. Es sind drei Fragmente, die nicht in seine Oper „Die Nase“ aufgenommen wurden. 

Die Witwe des Komponisten vertraute dem Dirigenten Thomas Sanderling die Ur-aufführung an. Irina Antono-vna war selbst  schon beim Festival in Gohrisch dabei und kennt die Organisatoren und „Macher“ sehr gut.

Neben Thomas Sanderling sind auch andere namhafte Künstler zum ersten Mal dabei:  wie die Pianisten Viktoria Postnikova, Alexander Melnikov, Elisaveta Blumina und José Gallardo.  

Ein Höhepunkt sind  die beiden Konzerte, in denen Alexander Melnikov sämtliche Präludien und Fugen op. 87 von Schostakowitsch spielt. 

Noch etwas ist neu: Am Vorabend des Festivals  findet ein Sonderkonzert der Staatskapelle in der Semperoper Dresden statt. Dirigetenlegende Gennaday Rozhdestvensky leitet die Aufführung der ersten und letzten (15.) Sinfonie von Schostakowitsch. Neben Neuem gibt es aber auch Alt-Bewährtes, das wohl einmalig ist. So verzichten alle Künstler wieder auf ihr Honorar, 50 ehrenamtliche Helfer tragen zum Gelingen bei und viele Sponsoren unterstützen das Festival finanziell. Dadurch konnten die  Preise der Eintrittskarten konstant bleiben.

Apropos Eintrittskarten. Schnell  sein lohnt sich  Bei einer Kapazität von 450 Plätzen ist die „Kulturscheune“ schnell ausverkauft. Tickets gibt es beim WochenKurier  und Restkarten an der Abendkasse. Sonderpreis für Schüler/Studenten: 10 Euro. www.wochenkurier.info    

gs/caw      

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Eine mystische Hexennacht steht bevor

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