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Millionen-Miese: Halbzeit in Radebeul

Radebeul. Seit Jahren zahlt die Stadt Radebeul brav ihre Schulden aus den 90er Jahren zurück. Die Hälfte ist geschafft.

  Wie aus dem Jahresschuldenbericht hervorgeht, betrug die Verschuldung der Stadt zum 31. Dezember 2017 rund 27,1 Millionen Euro. Zum Vergleich: Ende 2002 stand Radebeul noch mit 55,3 Millionen Euro bei den Banken in der Kreide – der damalige Höchststand.  
Die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt liegt damit aktuell* bei 797 Euro pro Einwohner und damit unter dem sächsischen Richtwert (850 Euro pro Einwohner). Im landkreisweiten Vergleich belegt Radebeul damit trotzdem bloß eine Kellerposition. Lediglich in Nossen, Riesa und Moritzburg ist die Pro-Kopf-Verschuldung noch höher.  Weitaus besser sieht es nebenan in Coswig (Schulden: 5 Millionen Euro) aus. Dort betrug der Pro-Kopf-Betrag zum Jahresende gerade einmal 241 Euro. Bis Radebeul wieder im Reinen ist, wird noch eine Weile vergehen. Jedes Jahr werden reichlich zwei Millionen Euro zurückgezahlt, voraussichtlich noch bis 2030. In den 90er Jahren hatte die Stadt Kredite in erheblichem Umfang für die Finanzierung von Investitionen aufgenommen.

*Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2015 (aktuellste Zahlen)

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