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Zweiter Saisonsieg für die Füchse

Weißwasser. Nach zwei desolaten Dritteln und einem knapp erkämpften Punkt am Freitag konnten die Lausitzer Füchse heute ihren zweiten Dreier einfahren. Und sie zeigten wieder einmal, dass sie in den Schlussminuten besonders gefährlich sind.

Ein Sieg, fünf Niederlagen, fünf Punkte – der Saisonstart der Füchse verlief alles andere als zufriedenstellend. Man müsse an der „generellen Einstellung“ arbeiten meinte Co-Trainer Robert Hoffmann am Freitag, nachdem die Füchse wieder einmal den Start ins Spiel verschlafen hatten und erst im Schlussdrittel dank großem Einsatz noch einen Punkt gegen die Heilbronner Falken holen konnten. Das wollten die Lausitzer heute in Ravensburg gegen die Towerstars besser machen.

Zumindest in der Defensive machten die Füchse heute zunächst einen besseren Eindruck, brachten aber in der Offensive nicht viel zusammen. Das einzige Tor der ersten 20 Minuten fiel in Überzahl der Gastgeber. Adam Lapsansky brachte die Towerstars in Minute 9 in Führung.

Der zweite Spielabschnitt endete nach Toren unentschieden, auch wenn die Gastgeber weiter mehr vom Spiel hatten. Zuerst traf Ondrej Pozivil für die Gastgeber (24.), ehe Kyle Just auf 2:1 verkürzte (25.). Lukas Slavetinsky für die Towerstars (31.) und Viktor Lennartsson (33.) für die Füchse waren für die weiteren Treffer verantwortlich. So ging es mit 3:2 in die Kabine.

Was folgte, war ein weiterer Beweis, dass die Füchse das Team der Schlussminuten sind. Nachdem Artur Tegkaev den Gästen in der 43. Minute den Ausgleich beschert hatte, sah es lange nach Verlängerung aus. Doch dann zogen die Lausitzer den Schlussspurt an und trafen durch Anders Eriksson doppelt. Zunächst brachte der Schwede sein Team in Führung (58.). Als Ravensburg den Torwart aus dem Kasten nahm, um auf den Ausgleich zu drängen, machte der Stürmer in der 60. Minute den Deckel auf den Füchsesieg und traf ins leere Towerstars-Tor. So hieß es am Ende 5:3 aus Sicht der Füchse.

 

40 Minuten überfordert

Am Freitag zeigte sich einmal mehr, dass die Füchse momentan das Team der Schlusssekunden sind. Wieder gelang der Mannschaft von Trainer Hannu Järvenpää kurz vor Spielende der Ausgleich. Wieder konnte man sich so zumindest einen Punkt sichern. Es war ein Grund zur Freude in einem aus Füchse-Sicht wenig berauschenden Spiel.

Das Anfangsdrittel verschliefen die Hausherren komplett und mussten so schon nach 17- Minuten einem 0:3-Rückstand hinterherrennen. Ex-Fuchs Dennis Palka (3. Minute), Tim Bernhardt (4.) und Justin Kirsch (17.) hatten für die Gäste aus Heilbronn getroffen. Hätte Kyle Just nicht in der 18. Minute das 1:3 erzielt, wäre aus dem ersten Spielabschnitt nichts Positives über das Füchsespiel zu berichten gewesen.

Das zweite Drittel blieb torlos und ist schnell zusammengefasst. Die Hausherren wackelten in der Defensive, ohne aber einen Gegentreffer zu kassieren, und trafen in der Offensive das Tor nicht. Es mussten also wieder die Schlussminuten herhalten. Hier sorgte zunächst Maximilian Adam (58.) für den Anschlusstreffer, eher Kyle Just mit seinem zweiten Treffer, der sechs Sekunden vor Abpfiff fiel, den Lausitzern einen Punkt sicherte. In der Verlängerung machte dann Brandon Alderson den Sieg für die Gäste perfekt. „Heilbronn war in den ersten zwei Dritteln brutal stark. Unsere Jungs waren teilweise überfordert. Wie wir in den ersten 40 Minuten aufgetreten sind, ist für uns Trainer fragwürdig. Das ärgert uns. Im letzten Drittel hat die Mannschaft Charakter gezeigt und noch einen Punkt gerettet. Aber die generelle Einstellung von Beginn an muss sich ändern. Daran müssen wir arbeiten“, so Co-Trainer Robert Hoffmann nach dem Spiel.

 

Die nächsten Spiele

Am Freitag empfangen die Füchse vor heimischer Kulisse den SC Riessersee (Beginn: 19.30 Uhr). Am Sonntag geht es zum DEL2-Neuling, den Tölzer Löwen (Beginn: 19 Uhr).

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