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20 Jahre Handwerk- und Gewerbemuseum Sagar

Sonderausstellung und ein neuer Ausstellungsteil

Sagar. In diesem Monat ist es soweit, das Handwerk & Gewerbemuseum Sagar begeht den 20. Jahrestag seiner Eröffnung. Am Sonntag, 17. September, soll gemeinsam mit den Besuchern das Jubiläum gefeiert werden. Dabei gibt es zwei Premieren zu sehen.

Dazu wird eine neue Sonderausstellung unter dem Titel „20 Jahre – sammeln, bewahren, forschen, ausstellen“ eröffnet, die die 20-jährige Geschichte der Einrichtung dokumentiert. Auch den neuesten Ausstellungsteil, die Horizontal-Gatterhalle, zeigt das Museum an diesem Tag erstmals der Öffentlichkeit.

In den letzten 20 Jahren hat sich das Museum kontinuierlich entwickelt. Angefangen hat es am 20. September 1997, als der damalige Landrat Erich Schulze in der Eingangsscheune eine Pechschnur mit einem Breitbeil durchhackte. Diese Scheune, das rekonstruierte Sägewerk und das ehemalige Gemeindeamt waren damals die einzigen Gebäude auf dem Gelände. Heute sind es acht Gebäude, davon sechs Holzbauwerke und zwei Massivgebäude.

"Wir präsentieren auf circa 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 4000 Exponate. Seit dem Jahr 2004 ist unsere Einrichtung als Behindertengerecht zertifiziert. Es existiert eine Leitspur für Sehbehinderte und eine Toilette für Rollstuhlfahrer“, so Egbert Feuerriegel vom Museumsverein.

Manche Dinge haben scheinbar endlos lange gedauert, bis sie zu einem guten Ende geführt werden konnten. Das Horizontal-Gatter ist so eine Endlos-Story. „Wir haben es bereits im Jahr 2008 aus der Stellmacherei Maroske in Niesky hierher geholt, ebenso wie die Lokomobile aus der Herschenz-Mühle bei Ruhland. Die Restaurierung der zum Teil doch sehr verschlissenen Maschinen ist immer eine Frage des Geldes. Es hat viel Zeit und Mühe gekostet, die notwendigen Gelder in Form von Fördermitteln zu akquirieren, sodass die Lokomobile 2012 restauriert werden konnte und das Horizontal-Gatter eben erst jetzt. Umso schöner ist es für uns, wenn diese alten Geräte dann präsentiert werden können. Genauso freuen wir uns darüber, dass wir in dem im Jahr 2007 übernommenen kleinen Massivgebäude am Sägewerksteich nun eine voll funktionsfähige Dorfschmiede zeigen können, deren Einrichtung zum großen Teil aus Daubitz stammt. Und wir haben sogar einen Schmied, der diese Anlage zum Leben erweckt“, so Feuerriegel.

Geöffnet ist das Museum zum Jubiläum von 10 bis 18 Uhr.

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