tok

Verstärkte Polizeikontrollen an der Grenze und auf der A 4

Görlitz. Die Polizeidirektion Görlitz hat in den zurückliegenden Tagen und Nächten verstärkt Personen und Fahrzeuge im Raum Weißwasser sowie auf der A 4 in Fahrtrichtung Görlitz kontrolliert. Bei den mit uniformierten Beamten und Zivilfahndern durchgeführten Kontrollen hatte es die Polizei vor allem auf Einbrecher und Autodiebe abgesehen.

So überwachten Zivilfahnder der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Bautzen im Schwerpunkt die A 4, die eine häufig genutzte Verbringungsroute für Diebesgut aus Deutschland oder anderen westeuropäischen Ländern nach Osteuropa ist. In diesem Zusammenhang nahmen die gemeinsam agierenden Beamten der Kriminalpolizei und der Bundespolizeiinspektion Ebersbach am Dienstagnachmittag in Bautzen drei lettische Staatsbürger fest. Die beiden 32 und 36 Jahre alten Männer und ihre 36-jährige Komplizin stehen im Verdacht, für mehrere Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg sowie in Basel und auch in Polen verantwortlich zu sein. Bei der Durchsuchung des genutzten Mercedes stellten die Fahnder diverse Münzen, Schmuck und Bargeld sicher. Dabei soll es sich den bisherigen Ermittlungen nach um Diebesgut aus mehreren Einbrüchen handeln.

Das Kennzeichen der in Lettland zugelassenen A-Klasse der drei Tatverdächtigen war bereits Bestandteil der europaweiten Fahndungsdatenbanken gewesen und fiel am Dienstagnachmittag einem automatisierten Kennzeichenerkennungssystem (AKES) der Polizei auf, das an der A 4 im Einsatz gewesen war. Der Systembediener alarmierte die Zivilfahnder, als der gesuchte Mercedes die Scanneroptik passierte und das AKES Alarm schlug. Die Streifen entdeckten den Wagen wenig später im fließenden Verkehr auf der A 4 und lotsten ihn in Bautzen zur Wilthener Straße. Dort nahmen sie die Insassen vorläufig fest. Die Kriminalpolizei in Baden-Württemberg führt in diesem Fall die weiteren Ermittlungen.

Kontrollstelle durchbrochen

Insbesondere in und um die Stadt Weißwasser war die Polizei seit Montag verstärkt im Einsatz. Die Streifen des örtlichen Reviers wurden in jeder Nacht von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Dabei kontrollierten die Streifen im Stadtgebiet von Weißwasser, sowie in Gablenz, Bad Muskau und Krauschwitz bisher insgesamt rund 200 Personen und knapp 115 Fahrzeuge.

In der Nacht zu Mittwoch stoppten die Bereitschaftspolizisten auf der Berliner Chaussee in Bad Muskau einen in Polen zugelassenen Opel. Am Steuer saß ein 31-jähriger Mann, der zuvor über die Neißebrücke nach Deutschland eingereist war. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab, dass der Betroffene bereits mit Fahrzeugdiebstählen in Verbindung stand. Daher durchsuchten die Beamten den Opel genau und fanden dabei diverse Utensilien sowie Werkzeuge, die für Autodiebstähle genutzt werden können. Zudem hatte der 31-Jährige keine Fahrerlaubnis. Die Polizisten stellten die Gerätschaften sicher, erhoben die Personalien des Mannes, leiteten ein Strafverfahren zu der „Schwarzfahr“ ein und untersagten dem Beschuldigten die Weiterfahrt. Da ihm aktuell keine weitere Straftat zugerechnet wird, ließen die Beamten den Mann anschließend wieder ziehen.

In der Nacht zu Donnerstag hat ein im Raum Zary (PL) zugelassener Opel Vectra bei Krauschwitz eine Kontrollstelle durchbrochen. Der Wagen überrollte sogar einen Stopp-Stick, den die dort positionierte Streife der Bereitschaftspolizei ausgelegt hatte. Der Opel fuhr über die Grenzbrücke nach Polen. Die sächsischen Polizisten eilten ihm nach und fanden den Pkw einige hundert Meter hinter der Grenze. Der Stopp-Stick hatte seine Wirkung nicht verfehlt - ein Reifen des Vectra war luftleer. Am Steuer saß ein 60-jähriger Mann, gegen den aus polizeilicher Sicht nichts vorlag. Das ergab eine genaue Prüfung seiner Identität. Warum er den Zeichen und Weisungen der Polizisten nicht gefolgt war, konnte er selbst nicht so genau erklären. Eine Streife der polnischen Polizei entließ den Betroffenen anschließend aus der Maßnahme. Für das Nicht-Beachten des Anhaltesignals wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige auf den Mann zukommen.

Die Polizeidirektion Görlitz wird die Kontrollen im grenznahen Raum sowie auf der A 4 auch in den kommenden Wochen fortsetzen.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.