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Auto von Triebzug erfasst

Großschönau. Mittwochnachmittag sind in Großschönau eine Regionalbahn des Trilex und ein Skoda Fabia zusammengestoßen. Der Unfall geschah gegen 17 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang an der Bahnhofstraße. Offenbar hatte die 52-jährige Autofahrerin den nahenden Triebzug trotz eingeschaltetem Rotblinklicht und Warnglocke nicht rechtzeitig bemerkt. Der 48 Jahre alte Zugführer leitete sofort eine Gefahrenbremsung ein, konnte eine Kollision jedoch nicht verhindern.

Die Front des Triebwagens erfasste die Beifahrerseite des Skoda und schleppte ihn etwa 40 Meter mit. Dabei wurde die Frau, die allein in dem Wagen saß, schwer verletzt. Der Zugführer befreite sie aus dem Auto. Ein Rettungshubschrauber brachte einen Notarzt zur Unglückstelle. Die 52-Jährige wurde nach einer Erstversorgung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

In der Regionalbahn, die von Zittau in Richtung Seifhennersdorf fuhr, saßen insgesamt rund 35 Fahrgäste, darunter 20 Kindergartenkinder mit vier Betreuern aus der Umgebung des tschechischen Ortes Varnsdorf.

Der Gemeindewehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Großschönau, Herr Hälschke (36), leitete den Rettungseinsatz. Neben den Freiwilligen Wehren aus Großschönau, Zittau, Hainewalde und Waltersdorf waren zahlreiche Rettungskräfte vor Ort im Einsatz. Darunter befanden sich der organisatorische Leiter Rettungsdienst, der leitende Notarzt, der Einsatzzug des Deutschen Roten Kreuz aus Zittau, das Kreisauskunftsbüro sowie das Kriseninterventionsteam. Insgesamt waren 77 Rettungskräfte in den Einsatz eingebunden.

In einem beheizten Zelt untersuchten tschechisch sprechende Rettungskräfte alle Reisende. Aufgrund der unkomplizierten Kommunikation in tschechischer Sprache verliefen die Untersuchungen reibungslos und nahm den Kindern die Angst.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde von den insgesamt 35 Reisenden niemand verletzt. Die Kinder und ihre zwischenzeitlich informierten Eltern wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Der Zugführer erlitt einen Schock und wurde medizinisch versorgt.

Mit schwerem Gerät trennte ein Bergungsunternehmen den Skoda von der Front des Triebzuges. Das Auto erlitt Totalschaden, der Triebwagen fuhr aus eigener Kraft zu einem Depot. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen mehrere 10.000 Euro betragen.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion hat die weiteren Ermittlungen zu dem Verkehrsunfall aufgenommen. (tk)

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