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Zimmis Einwurf – Und noch eine Analyse!

Es geschah im Herbst 1987. Im Osten gab es eine Zeitung für die Jugend. Deshalb der Name: Junge Welt. Und die erschien am 2. Oktober landesweit mit einem großen weißen Fleck auf Sportseite 8. »Drei schieden aus – Kommentar überflüssig.« Unter den drei Teams befand sich auch Dynamo Dresden. Sie hatten gegen Spartak Moskau keine Chance.

Seit Wochen analysieren die sogenannten Experten, was bei Dynamo Dresden abgeht. Besser nicht abgeht. Da kommt der Pessimist um die Ecke und nörgelt: Hat es was geholfen? Der Optimist allerdings steht zu seinem halbvollen Wasserglas: »Wir steigen nie ab. Erstens geht das gar nicht, weil wir doch so schönen, ansehnlichen, taktisch gereiften Fußball spielen. Und so schlecht war der Samstag gegen Kiel nun auch wieder nicht. Tolle Choreo, tolles Wetter, kaltes Bier zum Runterspülen des Ergebnis-Ärgers.«

Und wenn der Gästetrainer den wohl wichtigsten Satz für alle rüberbrachte, dass es für seinen Verein das erwartet schwere Spiel war, ist doch alles in bester Ordnung. Also ran an die Analyse der gerade schon mal eingebrachten Analyse. Immerhin war Dynamo den Spieldaten nach doch das klar bessere Team. Na bitte, es geht doch. Immer weiter, immer weiter. Vorsicht, der Abgrund kommt gerade. Macht nichts? Hauptsache, wir spielen. Wir haben unser Wochenendvergnügen. Schwarz-Gelb ist doch besser als Weiß-Malerei. Und leere Seiten.

Ihr Gert Zimmermann

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