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Zimmis Einwurf – Dynamo und die Kuriositäten

Dresden. Es gibt Sachen, die gibt es wirklich nur bei Dynamo Dresden.

 Jeden Tag purzelt eine neue Kuriosität heran. Erst einmal war es das Geisterspiel im Willy-Tröger-Stadion von Pirna gegen den Chemnitzer FC. Besser gesagt, das durch die Polizei abgesagte Testspiel. Was ja auch nicht korrekt ist, denn es gab ja bekanntlich gar keine Polizei, die das Spiel hätte absichern können. Und so zog dann der letzte die Reißleine und gab einfach bekannt, dass die Partie nicht stattfindet. Was ja auch nicht korrekt ist, weil doch das Spielchen unter Ausschluss der Bevölkerung doch noch angepfiffen wurde. Weil es beide Mannschaften so wollten. Geheim gehalten wurde diese Ansetzung bis zum Anstoß.

Wo sind wir eigentlich hingekommen? Könnte einer denken, wenn er über die Austragungsstätte des DFB-Pokalspiels der Schwarz-Gelben in Koblenz nachdenkt. Das Stadion Oberwerth ist bis auf weiteres wegen Baumaßnahmen gesperrt. Ein Glück, dass es Facebook gibt. Dort sucht nun Koblenz händeringend einen Sportplatz. Das Land Nordrhein Westfalen hat schon abgewinkt. Keine Polizisten im Angebot, weil doch schon acht Mal woanders gekickt wird. Wie wäre es denn mit einem erneuten Antreten wie in Pirna. Erst einen Tag nach der Austragung wird auf einmal völlig überraschend das Ergebnis verkündet. Geht nicht, weil sonst das Fernsehen nicht senden kann.

Na, Sonntagabend ging es doch auch bei Anne Will. Plötzlich wurde schöne Musik gespielt und ein Blatt mit dem Titel Sendestörung in die Kamera gehalten. Das hat aber mal nichts mit Dynamo Dresden zu tun, möchten wir ausdrücklich dick unterstreichen. Damit sich hier kein Shitstorm bis zum Horizont aufbäumt. Auf nach Bad Gögging ins Trainingslager. Dort gibt es sogar eine Seelsorgestelle – seit 575. Dynamo kann sie gerade gebrauchen.

Ihr Gert Zimmermann

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Eggerts Ostwind – Wahl-Sinn

Sachsen. Es gehört ins Fach der heutzutage gern produzierten Fotofälschungen, dass die verflossene SED ihren XI. Parteitag einst mit dem Spruch „Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben" gelobt habe. Damit ist klar: Der Text des aktuellen CDU-Plakates „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" stammt nicht, wie der mecklenburgische AfD-Chef Leif-Eric Holm erkannt haben wollte, aus der DDR-Werbekiste. Ob das den Slogan besser macht, sei dahin gestellt. Auf alle Fälle sorgte der Mann mit seiner fälschlichen Behauptung für Misstrauen in AfD-Entäußerungen generell. Und er provozierte Aufmerksamkeit für die gängige Wahlwerbung, der ansonsten wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und deren Erkenntnisgehalt bei null liegt. Oder wie ergeht es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie sich in diesen Tagen vor der Bundestagswahl tatsächlich einmal durch den Sprüchewald quälen? Wem schreiben Sie beispielsweise den Ruf „Es geht um unser Land!" zu? Der FDP, der AfD, der SPD, den Linken, den Grünen? FDP wäre richtig. Die SPD variiert die nationale Karte mit „Zum Land der Dichter und Denker passt eine Politik, die in Ideen investiert", die AfD mit „Mut zu Deutschland!", während ein Spitzen-Linker versichert: „Mit Armut in unserem reichen Land werde ich mich nicht abfinden". Allein die Grünen haben es nicht so mit dem Deutsch-Nationalen. Sie murmeln etwas „Von weniger Europa hat keiner mehr!" Da wissen wir dann, wo es lang geht. Nach der Wahl. Ihr Hans EggertEs gehört ins Fach der heutzutage gern produzierten Fotofälschungen, dass die verflossene SED ihren XI. Parteitag einst mit dem Spruch „Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben" gelobt habe. Damit ist klar: Der Text des aktuellen CDU-Plakates…

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