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Zimmis Einwurf - Der Herr Kutschke

Dresden. Ach, du meine Nase! Ein Kobold, der Schlechtes dabei denkt, ist der wechselgeile Stefan Kutschke nun wahrlich nicht. Eher ein Verwirrter, der sich tief in den Wald begibt und nach dem Holländer Michel ruft.

Der Kutschke hat gerade sein Herz gegen einen kühlen Stein ausgetauscht. Wenn er sich wenigstens dazu bekennen würde, dass viel Geld ihn glücklich macht und ein tolles, manipuliertes Auto bei ihm für eine noch größere gesellschaftliche Reputation sorgen soll, wäre ja alles in Ordnung. Aber von Leidenschaft zu fabulieren, die nun endlich in Ingolstadt auch ihn mitreißen wird zu einer neuen höheren Herausforderung. Igitt. So viel Fusel kann ja kein normaler Mensch saufen, um sich wenigstens für Momente das eigene Leben zu vernebeln.
Tja, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, was machen sie jetzt eigentlich mit den schönen Hemden und der Aufschrift ihres Idols. In den Keller verschwinden lassen oder wenigstens noch Fenster putzen damit. Zweites wäre ja noch sinnvoll. So ein Ding geht aber auch als Mahnmal zu verwenden. Nein, so möchte ich nie werden. Könnte man drauf malen. Damit wir uns recht verstehen. Es geht nicht um die fußballerischen Fähigkeiten des von den Fans erkorenen Fußballgottes, es geht einzig und allein nur um die Manipulation eines noch vor Wochen angebeteten Typs, der nun einfach nur an den Auszahlschalter gehen will und endlich mal glücklich sein will. So wie wir alle. Ja, wir alle waren so glücklich, als wir endlich die 100 Deutschen Mark als Begrüßungsgeld in den Händen hielten und endlich Bananen kaufen durften. Und wenn wir ordentlich blauäugig waren, leisteten wir uns noch viel mehr. Aber nicht den Film vom kalten Herz. Dann doch lieber den Spruch vom Propheten Matthäus: Wir sollten uns keinen Sand in den Kopf stecken!

Ihr Gert Zimmermann

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