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Zimmis Einwurf – Das ganze Jahr Ostern

Dresden. Eigentlich ist im Profifußball das ganze Jahr Ostern. Spieler und Trainer eiern herum, wenn eine Partie mal nicht so nach Wunsch verlief.

Nun war gerade Ostern und die Akteure bei Dynamo zogen blank. Mit der eigenen Meinung. Als erster kam der inzwischen 16-fache Torschütze Stefan Kutschke vom Rasen und redete Klartext. Und zwar so, dass selbst einige Journalisten erschrocken waren. „So dürfen wir nie wieder auftreten. Es hat nichts gepasst." Es folgte der Trainer. Er sprach vom schlechtesten Spiel in der laufenden Saison. Und davon, dass der eine Punkt so was von glücklich war.

Im Stadion sitzen knapp 30.000 Zuschauer zum Ostersonntag und reiben sich die Augen. Was ist nur los mit den Schwarz-Gelben, die doch eigentlich eine richtig gute Saison ablieferten? Uwe Neuhaus wusste schon am Donnerstag, dass die Luft bei seinen Akteuren restlos raus war. Nach dem Montag in Braunschweig klappten alle ihr Visier nach unten, waren nur noch enttäuscht, dass nichts mehr ging im Aufstiegskampf. Das zeugt von Willen und Charakter innerhalb des Teams. Ab jetzt dürfen sich die Befürworter des Aufstiegs und die Gegner noch mal kräftig streiten. Und dann sollten alle zur Tagesordnung übergehen. Die kann nur lauten: jetzt nicht hängen lassen und Rang Fünf in der Tabelle sichern. Doch da sind sich eigentlich alle einig. Der Übungsleiter und sein Sportdirektor haben noch lange nicht fertig. Jetzt bereits an die neue Saison denken. Nichts bereuen, was da in den letzten Monaten gelaufen ist. Der freie Ostermontag hat garantiert den Seelen der Spieler sehr gut getan. Der Beweis kommt schon sehr bald. Am Freitag in Fürth bei der Spielvereinigung. Normalerweise ein goldenes Ananas-Spiel, aber doch nicht für Dynamo Dresden. Die, die nicht mal zu Ostern rumeiern.

Ihr Gert Zimmermann

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Eggerts Ostwind – Schlagstöcke

Sachsen. Der Riss wurde immer breiter, nun ist es passiert: Eine riesige Eisscholle, vielfach größer als Berlin, hat sich vom antarktischen Eisgürtel gelöst und treibt in den südlichen Pazifik hinein. Die ersten Meldungen darüber waren unter der Rubrik „Vermischtes" zu lesen, doch bald tauchte der Eisberg auch in den Kommentarspalten auf, und wie zu erwarten als Kronzeuge – für die Gefahren zunehmendem Klimawandels und ansteigender Meeresspiegel (wobei Erwähnung fand, für europäische Küsten bestünden keine akuten Gefahren). Sicher: Den Klimawandel gibt es. In Teilen der Antarktis wie der Arktis werden tatsächlich höhere Durchschnittstemperaturen und schwindende Eispanzer registriert. Auch ein (leichter) Anstieg der Meeresspiegel ist messbar. Und überhaupt haben wir allen Grund, uns um Umwelt und Natur zu kümmern – und zu sorgen. Doch ein Blick ins Archiv gemahnt zugleich, darüber nicht in Hysterie zu verfallen. Der jüngste „weiße Riese" ist beispielsweise nicht der erste dieser Größe und nicht der größte je beobachtete. Vor zwanzig Jahren wanderte einer gen Norden, der doppelt so groß war. Und der sich nach Jahren in den Weiten der Ozeane aufgelöst hatte. Wie alle Eisberge seit Ewigkeiten. Das heutige Problem daran: Klima und Klimawandel dienen Ideologen aller Art längst als politische Schlagstöcke. Von „Klimaschwindlern" einerseits, von „Klimaverbrechern" andererseits ist da schon mal die Rede. Die seriöse Forschung stört offenbar nur noch. Ihr Hans EggertDer Riss wurde immer breiter, nun ist es passiert: Eine riesige Eisscholle, vielfach größer als Berlin, hat sich vom antarktischen Eisgürtel gelöst und treibt in den südlichen Pazifik hinein. Die ersten Meldungen darüber waren unter der Rubrik…

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