Robert Pohl

"Was hab ich?" gewinnt für Nachhaltigkeit

Dresden. Medizinische Befunde beinhalten oft Fachbegriffe, mit denen Patienten nicht viel anfangen können. Deshalb setzen sich Ärzte in einem Projekt dafür ein, die Sprache der Kollegen einfach und verständlicher zu übersetzen.

Das gemeinnützige Unternehmen "Was hab' ich?" hat den Preis für Nachhaltigkeit des Medizin-Management-Verbands erhalten. Seit der Gründung 2011 konnten die mehr als 1.200 ehrenamtlichen Mediziner bereits über 22.000 Patienten helfen, indem sie einen ärztlichen Befund in eine für den Patienten einfache Sprache übersetzen. Im Vordergrund steht mutiges Engagement in ehrenamtlichen Projekten, um für die Patienten einen effizienten Nutzen zu erzielen.

"Der Gewinn des Nachhaltigkeitspreises macht uns besonders stolz. Es zeigt, dass unser Projekt auch langfristig eine hohe Relevanz hat und wirkungsvoll ist. Unser Ziel ? die Kommunikation von Arzt und Patient auf Augenhöhe ? können wir nicht von jetzt auf gleich erreichen. Daher ist es besonders wichtig, dass wir nachhaltig arbeiten, damit wir auch nachhaltig wirken können", sagte Ansgar Jonietz, Mitglied im Gründungsteam des Preisträgers. Der Medizin-Management-Verband kürte dieses Jahr mit dem Nachhaltigkeitspreis erstmalig auch ein Projekt, welches sich besonders bemerkenswert weiterentwickelt hat.

Vor allem die erfolgreiche Umsetzung des "Was hab' ich?"-Wahlfachs an verschiedenen deutschen Universitäten sowie ein Pilot-Projekt mit einem Krankenhaus, welches die Verständlichkeit von Entlassungsbriefen verbessern soll, überzeugten die Jury. Weiterhin im Vordergrund steht aber auch zukünftig die Übersetzung medizinischer Befunde über die Website www.washabich.de durch ehrenamtliche Medizinstudenten. Denn nach wie vor benötigen viele Patienten eine Übersetzung ihrer Befunde in eine leicht verständliche Sprache.

Foto: Archiv/TÜV Rheinland

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