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Tuberkulose: Zwölf Positivbefunde

Dresden. Die Untersuchungen auf Tuberkulose der HOGA-Oberschüler und -Gymnasiasten werden ausgeweitet. 82 Proben wurden bislang untersucht. Zwölf davon waren positiv.

"Von bislang 200 abgenommenen Blutproben der Schülerinnen und Schüler der HOGA-Oberschule und des HOGA-Gymnasiums an der Zamenhofstraße liegen heute zwölf neue positive Testergebnisse vor. Das bedeutet nicht, dass die betroffenen Personen an Tuberkulose erkrankt sind. Es sagt lediglich aus, dass sie Kontakt zu ansteckungsfähigen Personen hatten und der Erreger übertragen wurde", erklärt der Leiter des Dresdner Gesundheitsamts und Amtsarzt Jens Heimann.

Die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler werden von Mitarbeitern des Gesundheitsamts informiert und beraten. Die Kinder und Jugendlichen werden anschließend am Dresdner Universitätsklinikum weitergehend untersucht.

"Um größtmögliche Gewissheit und Sicherheit für die 900 Schülerinnen und Schüler zu erlangen, haben wir entschieden, die bereits laufenden Tuberkulose-Untersuchung auf alle Personen an den beiden Schulen auszuweiten. Sie werden vor Ort zur Blutabnahme gebeten", so Heimann weiter. Von den bislang 200 entnommenen Blutproben wurden bis heute 82 Proben labormedizinisch ausgewertet.

Die Mediziner gehen davon aus, dass es weitere positive Befunde geben wird. Das Gesundheitsamt testet seit 4. Dezember aufgrund des aktuellen Geschehens im HOGA-Gymnasium und an der HOGA-Oberschule Dresden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer auf eine mögliche Ansteckung mit Tuberkulose. Täglich wird bei bis zu 120 Personen Blut abgenommen.

Das Gesundheitsamt ist derzeit mit drei Untersuchungsteams im Einsatz. Ab Freitagwird ein viertes Team die Arbeit aufnehmen. Nächste Woche soll ein weiteres Untersuchungsteam dazukommen. Alle Ergebnisse werden voraussichtlich in der Woche vor Weihnachten vorliegen.

An den beiden HOGA-Schulen an der Zamenhofstraße im Stadtteil Leuben traten seit September insgesamt vier Erkrankungen auf. Davon sind aktuell nur zwei ansteckungsfähig. In Dresden traten in diesem Jahr bislang 45 Tuberkuloseerkrankungsfälle auf. In den letzten vier Jahren verzeichnete das Gesundheitsamt durchschnittlich rund 40 Erkrankungen pro Jahr.

Die Infektion erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit einer an Tuberkulose erkrankten Person mittels erregerhaltiger Tröpfchen über die Luft. Eine Übertragung über Dritte, nicht an Tuberkulose Erkrankte, ist nicht möglich. Ob man sich angesteckt hat, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z. B. Häufigkeit, Dauer und Intensität des Kontakts zur erkrankten Person, Anzahl und Ansteckungsfähigkeit der freigesetzten Erreger und Empfänglichkeit gegenüber den Erregern. Selbst wenn eine Ansteckung erfolgte, bleiben über 90 Prozent der Menschen gesund. Ein tödlicher Verlauf liegt statistisch betrachtet bei unter einer Person pro Jahr in Dresden. Informationen unter www.dresden.de/tbc

 

 

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