Carola Pönisch

Straßenmusik: Hinstellen und losträllern war gestern

Dresden. Ab 1. August gelten in der Innenstadt Dresden neue Regeln für Straßenmusik. Weil fast täglich Beschwerden von Anliegern eingehen, sieht sich die OB zum Handeln gezwungen.

Hinstellen, losflöten und trällern war gestern. Wer künftig im Innenstadtbereich zwischen Albertplatz und Wiener Platz einschließlich Schlesischer Platz bis hin zu Könneritzstraße und Marienbrücke musizieren und singen will, braucht eine fünf Euro teure Erlaubnis.

 

Erst aufs Amt

Die können sich die Musiker im Straßen- und Tiefbauamt (St. Petersburger Str. 9, Zi. K226) oder im Bürgerbüro des Ortsamtes Altstadt auf der Theaterstraße 11-15 abholen ? und zwar für den laufenden Kalendertag. Allerdings gibt es pro Künstler nur zwei Spielgenehmigungen pro Woche. An Sonn- und Feiertagen muss Ruhe herrschen, während des Stadt- und des Dixielandfestes sowie in der Weihnachtszeit gibt es ebenfalls keine Erlaubnisse.

Nur vorübergehend

Die Regelung tritt bereits ab 1. August ein und gilt so lange, bis der neu gewählte Stadtrat entsprechende Richtlinien beschließt. Mit der jetzt getroffenen Festlegung zieht OB Helma Orosz quasi die Notbremse: Fast 100 Beschwerden von Anwohnern, Ladeninhabern und Gewerbetreibenden liegen auf ihrem Tisch. "Und täglich werden es mehr", heißt es im Presseamt.

Foto: Pönisch

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