Carola Pönisch

Hallo Doc, was hab' ich eigentlich?

Wenn Arztbefunde unverständlich sind

Dresden. ...hilft das Internet weiter. Unter www.washabich.de gibt's die Übersetzung für medizinische Diagnosen, die für Laien unverständlich sind.

„Vielen, vielen Dank dafür. Mit Ihren Übersetzungen bin ich hinter die Geheimnisse der Arztsprache gekommen", schreibt ein dankbarer Nutzer des Online-Dienstes.

Sein medizinischer Befund wurde ihm von einem Medizinstudenten erklärt, der sich ehrenamtlich bei „Was hab‘ ich?" engagiert – und für die Übersetzung dieses einen Befundes mehrere Stunden seiner Freizeit investierte. Wie er sein medizinisches Fachwissen leicht verständlich wiedergibt, hat der angehende Arzt in der Kommunikationsausbildung bei „Was hab‘ ich?" gelernt.

Die Website https://washabich.de wurde 2011 von Dresdner Medizinstudenten ins Leben. Ihre Vision: Eine Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe. Denn nur wer seine Erkrankung(en) versteht, kann bewusster damit umgehen und verhält sich langfristig oft gesünder.

Inzwischen engagieren sich über 1.300 junge Mediziner ehrenamtlich bei „Was hab‘ ich?". Tagtäglich übersetzen sie Ärztelatein in leicht verständliche Sprache – und zwar kostenlos.

Dafür erhalten sie zu Beginn ihres Engagements eine intensive Kommunikationsausbildung und werden dabei persönlich von einem Arzt aus dem „Was hab‘ ich?"-Team betreut. Parallel dazu bietet die Plattform die Ausbildung mittlerweile auch als Wahlfach an verschiedenen Fakultäten bundesweit an.

Jetzt benötigt die gemeinnützige Initiative allerdings finanzielle Unterstützung: „Wir suchen Paten, die die Ausbildung der Studenten fördern möchten", erklärt Ansgar Jonietz, Mitgründer und Kopf der Übersetzungs- und Ausbildungs-Plattform. Bis Februar wollen 45.000 Euro gesammelt werden.

Wer helfen will: Auf der Crowdfunding-Plattform www.99funken.de/was-hab-ich wird das Projekt ausführlich beschrieben.

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