Carola Pönisch

Geheime Studie: Wohnen möglich

Dresden. Machbarkeitsanalyse der Stadtverwaltung Dresden kommt zu eindeutigem Schluss: Wohnungsbau am Alten Leipziger Bahnhof "problemlos möglich"

Die vom Dresdner Stadtrat geforderte planerische Studie über die Möglichkeiten von Wohnungsbau auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofes liegt vor. Die Ergebnisse dieser Machbarkeitsanalyse wurden hinter verschlossenen Türen jüngst dem Bauausschuss vorgestellt.

Wie aus »gut informierten Kreisen« durchsickerte, könnten laut Einschätzung der städtischen Ämter durch geschickte Anordnung von Gewerbe, Büros und anderen Nutzungen Schallemissionen der Leipziger Straße und der Konzerthalle Alter Schlachthof abgepuffert werden. Sowohl aus Lärm-emissionssicht als auch aus wirtschaftlicher Sicht stehe dem Bau von Wohnungen im fraglichen Gebiet nichts entgegen. Auch die Nebengleise des Neustädter Bahnhofes stellen laut Studie kein Hindernis für eine Wohngebietsentwicklung dar.

„Spätestens jetzt müsste das ewige Hin und Her beim Alten Leipziger Bahnhof ein Ende finden", erklärt Uwe Sochor, Mitglied der Allianz für Dresden. »Elf Gutachten zum Globus-Vorhaben, davon zehn ablehnend, und nun die Machbarkeitsanalyse der Stadtverwaltung: Die Linke im Stadtrat hat nun wirklich keinen Grund mehr, die Aufhebung des Globus-Bebauungsplanes weiter aufzuhalten.«

Das sieht auch Bauausschuss-Mitglied Thomas Löser (Bündnis 90/Die Grünen) so, auch nach seinen Worten gibt die Studie rundum grünes Licht für die Entwicklung des Areals. Möglich seien kleinteiliges Wohnen (rund 1.000 Wohnungen), Kleingärten (im hinteren Bereich), Gewerbe sowie kulturelle Nutzungen im vorderen Bereich hin zur Leipziger Straße. Es wird Zeit für ein neues Kapitel in der Leipziger Vorstadt", bekräftigt Uwe Sochor.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.