Carola Pönisch

Eine Klinik nur für Patienten 70+

Dresden. Am 23. April ziehen die ersten Patienten in die neue Akutgeriatrie am St. Joseph-Stift ein. Es ist die größte Einrichtung ihrer Art in Dresden.

 Helle, freundliche Patientenzimmer mit extra viel Platz für Rollatoren und Rollstühle und einem großen Memoboard an der Wand für persönliche Fotos und Patienteninfos, farblich kontrastreiche Bereiche, Bäder, die doppelt so groß sind wie normale Krankenhausnasszellen, Therapieküche und Trainingsbad – willkommen in der neuen Akutgeriatrie im St. Joseph-Stift.

Am 23. April werden die ersten hochbetagten, mehrfach erkrankten Patienten in den schicken Neubau auf der Georg-Nerlich-Straße 2a einziehen. Die Einrichtung ist nicht nur die modernste, sondern auch die größte ihrer Art in Dresden. 54 Betten auf zwei Etagen (die zweite Etage geht im September in Betrieb) sollen gewährleisten, dass hier künftig pro Jahr bis zu 1.200 geriatrische Patienten behandelt werden können.

Medizin für das Alter braucht besondere Behandlungsstrategien

Ältere Menschen haben oft mehrere Erkrankungen. Wenn aber zu Bluthochdruck, Diabetes, Herzproblemen und Arthrose noch Schlaganfall, Knochenbruch oder Lungenentzündung mit längerem Krankenhausaufenthalt kommen, führt das schnell dazu, dass Kraft und Beweglichkeit schwinden und solche Patienten danach im Pflegeheim landen. Hier setzt das neue Konzept an: »Wir behandeln nicht nur die akute Erkrankung, zum Beispiel eine Lungenentzündung«, erklärt Barbara Schubert, Chefärztin Chef-Ärztin der Geriatrie. Vielmehr gehe es darum, dass Ärzte und Pfleger zusammen mit Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern den Patienten wieder fit machen, damit er weiter selbstständig in seiner Wohnung leben, sich allein waschen, ankleiden und beköstigen kann, ohne auf zusätzliche Hilfe angewiesen zu sein. »Bei 75 Prozent unserer über 80-jährigen Patienten klappt das auch gut«, so Dr. Barbara Schubert.

Dass die Behandlungsdauer intensiver, der Krankenhausaufenthalt länger und teurer ist, damit können die Krankenkassen offenbar leben. »Die Alternative wäre, die Patienten landen schneller wieder im Krankenhaus oder früher im Pflegeheim. Und das kostet viel mehr«, weiß Peter Pfeiffer, der Geschäftsführer des St. Joseph-Stifts.

Weitere Infos:

2025 wird jeder 6. Dresdner älter als 70 Jahre sein, der Anteil der Hochbetagten über 80 wird 34 Prozent höher sein als heute

Unter Geriatrie versteht man Altersmedizin. Spezielle Stationen gibt es im Uniklinikum, im KH Neustadt und im Joseph-Stift.

Der 17,4 Millionen teure Neubau ist die größte Einzelbaumaßnahme des Krankenhauses seit der Wende, 60 Arbeitsplätze entstehen neu

Geplant ist am Joseph-Stift ab 2019 eine teilstationäre Geriatrische Tagesklinik und ein Aufsuchender Dienst

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Neue Schienen für die Güntzstraße

Dresden. Von Freitag, 27. April, 4:00 Uhr bis Freitag,  4. Mai 17:00 Uh,r wird die Straßenbahnlinie 13 zwischen Straßburger Platz und Sachsenallee in beiden Richtungen über Fetscherplatz, Blasewitzer Straße und Trinitatisplatz umgeleitet. Während dieser Zeit hält die Linie 13 nicht an den Haltestellen „St. Benno-Gymnasium“ und „Dürerstraße“, dafür zusätzlich an „Comeniusplatz“, Fetscherplatz“, „Gabelsberger Straße“, „Blasewitzer Straße“, „Trinitatisplatz“ und „Gerokstraße“. Schienen sind von 1986 Grund der Umleitung sind Reparaturen am Gleis unmittelbar im Kreuzungsbereich mit der Pillnitzer und Striesener Straße. Die Schienen auf der Günzsstraße stammen aus dem Jahr 1986 und sind nun über 30 Jahre alt. Inzwischen haben sie ihre Verschleißgrenze erreicht, so dass die Erneuerung auf einer Länge von insgesamt 110 Metern vorgesehen ist. Gewechselt wird nur die Stahlschiene, der Unterbau ist gut erhalten und verbleibt in alter Lage. Nach Abschluss der Reparaturen wird die Straßendecke im Reparaturabschnitt erneuert. Die Kosten dafür betragen rund 140.000 Euro. Sie werden aus dem Budget der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) für die laufende Instandhaltung der Infrastruktur beglichen.  Umleitungen auch für Autofahrer Gebaut wird in zwei Etappen, bei denen auch Umleitungen für Autofahrer nötig sind. Vom 27. April bis 1. Mai ist die Günzstraße Richtung Sachsenallee gesperrt. Die beschilderte Umleitung führt über Stübelallee und Fetscherstraße. In Richtung Straßburger Platz führt eine ampelgeregelte Strecke an der Baustelle vorbei. Vom 1. Mai bis 4. Mai  ist dann nur noch der Abschnitt ab Kreuzung Pillnitzer beziehungsweise Striesener Straße bis Dürerstraße halbseitig gesperrt. Auch dann bleibt die Gegenrichtung durch Ampelregelung immer befahrbar. Alle Umleitungen sind entsprechend ausgewiesen. Die Straßenüberfahrt im Zuge der Pillnitzer Straße von und zur Striesener Straße wird während der gesamten Bauzeit gewährleistet. So kann die Buslinie 62 stets auf ihrer Stammstrecke verbleiben. Dennoch sollten Autofahrer dort mit Behinderungen rechnen und die Kreuzung nach Möglichkeit weiträumig umfahren. Von Freitag, 27. April, 4:00 Uhr bis Freitag,  4. Mai 17:00 Uh,r wird die Straßenbahnlinie 13 zwischen Straßburger Platz und Sachsenallee in beiden Richtungen über Fetscherplatz, Blasewitzer Straße und Trinitatisplatz umgeleitet. Während dieser Zeit…

weiterlesen