Carola Pönisch

DVB stellt neue Ticketautomaten auf

Dresden. In diesen Tagen werden die neuen Fahrscheinautomaten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) aufgestellt. Sie bieten jetzt auch kontaktloses Bezahlen der Tickets an.

Nach dem Praxistest mit acht Geräten, der seit Mai 2017 lief, kommen jetzt die nächsten Fahrscheinautomaten an ihre Standorte. Dort ersetzen sie die alten Ticketautomaten. Bis zum Spätsommer sollen alle 145 neuen Ticketautomaten aufgestellt sein. Fünf bleiben in Reserve.

Kontaktlos bezahlen

Eine wichtige Neuerung besteht in der Erweiterung von Bezahlmöglichkeiten. Die bekannte Münz- und Banknotenannahme bleibt. Je nach Rückgabesumme gibt es von den neuen Geräten jetzt auch Banknoten als Wechselgeld zurück. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, jeden Betrag mit Giro- und Kreditkarte bezahlen zu können. Die technische Entwicklung macht nun auch das kontaktlose Bezahlen bei Beträgen bis zu 25 Euro möglich. Beinahe alle heute ausgegebenen Giro- und Kreditkarten besitzen einen NFC-Chip mit entsprechender Kennzeichnung. Es genügt, die Karte zur Bezahlung an das vorgesehene Feld am Automaten zu halten. Die Eingabe einer PIN ist bei der „Near-Field-Communication“ nicht erforderlich. Damit geht der Ticketkauf am Automaten noch schneller. Technisch lässt sich der Automat noch weiter aufrüsten. Zum Beispiel besitzt er einen Barcode-Scanner. Das bietet Optionen für spätere Marketingaktionen wie Kombitickets oder den Kauf von Eintrittskarten für Veranstaltungen.

Einfache Bedienung

Wer die bisherigen Automaten mit ihren vielen Tasten bedienen konnte, braucht vor den neuen keine Angst zu haben. Ein Touchscreen dient als zentrales Eingabefeld. Gleich auf dem Startbildschirm werden die zehn meistgekauften Fahrscheine angeboten. Sie machen knapp 90 Prozent aller an Automaten gekauften Tickets aus. Über ein Auswahlmenü findet man bei Bedarf das gesamte Fahrscheinsortiment innerhalb des VVO. Neben Deutsch als Standardsprache wird auch Englisch angeboten. Russisch, Tschechisch und Polnisch sind in Vorbereitung. Für Fahrgäste mit eingeschränktem Sehvermögen gibt es eine vereinfachte Ansicht mit extra großer Schrift. 

Mehr Zuverlässigkeit

Alle neuen Ticket-Automaten sind vernetzt. Gehen nachzufüllende Bestände wie Fahrscheinpapier oder Wechselgeld zur Neige, meldet sich das Gerät automatisch in der DVB-Leitstelle. So kann der Service vor Ort sein, bevor der Automat außer Betrieb geht. Ebenso verhält es sich mit technischen Fehlermeldungen oder unbefugten Zugriffen. Umgekehrt kann man ein neues Fahrscheinsortiment oder Tarifänderungen zentral in alle Geräte einspeisen. 

Zu den Gesamtkosten von rund 4,9 Millionen Euro steuerte der Freistaat Sachsen 3,6 Millionen Euro Fördermittel bei, der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) 720.000 Euro für den Gerätetausch.

 

 

 

 

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